Engegefühl in der Brust, Schmerzen und Luftnot. Das sind die typischen Beschwerden der koronaren Herzkrankheit (KHK). Die Therapie der KHK besteht aus drei wichtigen Säulen. Foto: AOK/colourbox/hfr
AOK-Analyse zur koronaren Herzkrankheit zeigt Handlungsbedarf
Koronare Herzkrankheit (KHK): Warnsignale, Häufigkeit und Risikofaktoren
Kreis Liooe/Bielefeld. Engegefühl in der Brust, Schmerzen oder plötzliche Luftnot – dies sind die typischen Warnsignale der koronaren Herzkrankheit (KHK), einer der häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Diese durch Atherosklerose verursachte Erkrankung der Herzkranzgefäße betrifft Tausende Menschen in der Region: Laut einer aktuellen Auswertung der AOK leiden rund 16.100 Menschen ab 30 Jahren in Bielefeld und sogar 17.900 im Kreis Lippe an dieser Volkskrankheit. Unbehandelt kann KHK schwerwiegende Folgen wie Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, Herzinfarkte und sogar den plötzlichen Herztod verursachen.
Die Krankheitshäufigkeit der KHK steigt signifikant mit dem Alter an und erreicht ihren Höhepunkt bei Männern und Frauen gleichermaßen in der Altersgruppe der 80- bis 84-Jährigen. Dabei sind Männer bis zum Alter von 90 Jahren stärker betroffen als Frauen, was laut AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner sowohl biologische Faktoren als auch unterschiedliche Risikofaktoren wie Rauchverhalten und Bluthochdruck widerspiegelt. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen auch Rauchen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, starkes Übergewicht und Blutzuckererkrankungen sowie eine ungesunde Lebensweise.
„Ein wichtiges Ziel bei der Versorgung von KHK-Erkrankten ist daher neben Maßnahmen zur Lebensstiländerung auch ein optimales Krankheitsmanagement und eine gut strukturierte medizinische Versorgung“, betont Matthias Wehmhöner.
Strukturierte Behandlung für ein besseres Krankheitsmanagement
Die Therapie der KHK basiert auf drei Säulen: Maßnahmen zur Lebensstiländerung, medizinische Eingriffe zur Wiederherstellung der Durchblutung der Herzkranzgefäße und medikamentöse Therapien. Ein zentraler Aspekt ist dabei die aktive Einbindung der Patientinnen und Patienten. Sie sollen lernen, Schritt für Schritt ihren Lebensstil anzupassen, Medikamente zuverlässig einzunehmen und im Notfall bei Herzinfarktsymptomen schnell und richtig zu reagieren.
Das Disease-Management-Programm (DMP) der AOK NordWest
Idealerweise wird all dies im Rahmen des Disease-Management-Programms (DMP) realisiert. Die AOK NordWest engagiert sich seit über 20 Jahren mit ihrem DMP ‚AOK-Curaplan‘ für KHK-Patienten. „Ziel des DMP ist es, bei den teilnehmenden Patientinnen und Patienten durch regelmäßige ärztliche Behandlungen und die Vereinbarung individueller Therapieziele das Herzinfarkt-Risiko und die Sterblichkeit zu senken und die Lebensqualität zu erhalten“, erklärt Wehmhöner. Ergänzend dazu bietet die AOK NordWest ihren Versicherten zahlreiche kostenfreie persönliche und digitale Angebote im Rahmen ihres Gesundheitsprogramms an, um sie auf dem Weg zu einem gesünderen Lebensstil zu unterstützen.