
Stiche von Bienen und Wespen können bei Menschen mit einer Insektengiftallergie einen anaphylaktischen Schock auslösen, der mit Kreislaufreaktionen, asthmatische Beschwerden und Schwellungen in den oberen Atemwegen mit starker Luftnot und sogar Bewusstlosigkeit einhergehen kann. Foto: © AOK/colourbox/hfr
AOK-Auswertung beleuchtet Gesundheitsrisiken in der Region
Insektenstiche führen in der Region zu zahlreichen Arztbesuchen: Allein im vergangenen Jahr mussten 790 AOK-Versicherte im Kreis Lippe und 574 in Bielefeld ambulant behandelt werden. Dies zeigt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest und unterstreicht die Notwendigkeit von Vorsicht und richtiger Reaktion bei Stichen von Mücken, Bremsen, Bienen oder Wespen.
„Ein Stich ist meist nur unangenehm, aber bei allergischen Reaktionen oder Stichen im Mund- und Rachenraum wird es gefährlich“, warnt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner. Der anaphylaktische Schock ist eine gefürchtete und lebensbedrohliche Komplikation. Jährlich sterben durchschnittlich 200 Menschen in Deutschland an solchen Stichfolgen, mit einer vermutlich höheren Dunkelziffer.
Erste Hilfe und Infektionsgefahr
Bei harmlosen Stichen hilft sofortiges Kühlen. Hausmittel oder kühlende Salben können Linderung verschaffen. Doch Vorsicht beim Kratzen: Bakterien können eindringen und Infektionen verursachen, die ärztlich behandelt werden müssen. Bei anhaltender oder sich ausbreitender Rötung ist ein Arzt zu konsultieren.
Insektengiftallergie: Eine ernste Bedrohung
Für Allergiker ist ein Stich eine ernsthafte Bedrohung. Ihr Immunsystem reagiert stark auf Gifte, meist von Bienen oder Wespen. Bienenstiche lösen dabei oft schwerere Reaktionen aus. Symptome reichen von starken lokalen Reaktionen bis zu systemischen Erscheinungen wie Schwindel, Herzrasen oder einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock mit Atemnot und Kreislaufversagen. Allergiker sollten stets ihr ärztlich verordnetes Notfallset griffbereit haben und die Anwendung beherrschen.
Besondere Gefahr im Mund- und Rachenraum
Stiche im Mund- und Rachenbereich sind extrem gefährlich, da Schwellungen die Atemwege blockieren können. Hier ist umgehende ärztliche Hilfe oder bei akuter Atemnot der Notruf 112 unerlässlich. Sofortiges Kühlen, etwa durch das Lutschen von Eiswürfeln oder kalte Umschläge, kann die Schwellung reduzieren.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Behandlungen aufgrund von Insektenstichen gab es im letzten Jahr in Lippe und Bielefeld?
Im vergangenen Jahr mussten 790 AOK-Versicherte im Kreis Lippe und 574 in Bielefeld wegen Insektenstichen ambulant behandelt werden. Dies geht aus einer Auswertung der AOK NordWest hervor.
Wann sind Insektenstiche gefährlich?
Ein Insektenstich wird gefährlich bei allergischen Reaktionen oder wenn er im Mund- und Rachenraum erfolgt. Ein anaphylaktischer Schock ist eine gefürchtete und lebensbedrohliche Komplikation, an der jährlich durchschnittlich 200 Menschen in Deutschland sterben.
Was sollte man bei einem harmlosen Insektenstich tun?
Bei harmlosen Stichen hilft sofortiges Kühlen. Hausmittel oder kühlende Salben können Linderung verschaffen. Kratzen sollte vermieden werden, da Bakterien eindringen und Infektionen verursachen können, die ärztlich behandelt werden müssen.
Was sollten Allergiker bei einem Insektenstich beachten?
Für Allergiker ist ein Stich eine ernsthafte Bedrohung. Sie sollten stets ihr ärztlich verordnetes Notfallset griffbereit haben und die Anwendung beherrschen, da Symptome bis zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock reichen können.

