ACE warnt vor Wildwechsel: Dämmerung und Erntezeit erhöhen Unfallgefahr

5. Sep. 2026 | Überregionales

Kurvige Waldstraße mit Wildwechsel-Warnschild und 1 km Zusatz, ein silbernes Auto fährt um die Kurve

Wildunfälle: Erhöhtes Risiko im Spätsommer und Herbst

Bielefeld (ACE) September 2026 – Mit dem Herbstbeginn und kürzeren Tagen steigt das Risiko von Wildunfällen im Straßenverkehr erheblich. Die Dämmerungszeiten, in denen Wildtiere besonders aktiv sind, fallen nun vermehrt mit dem Berufsverkehr zusammen. Der ACE Auto Club Europa e.V. warnt davor, an Wald- und Feldrändern jederzeit mit Wildwechsel zu rechnen.

Vorsicht ist die beste Prävention

Auf Strecken mit dem Verkehrszeichen „Wildwechsel“ ist besondere Vorsicht geboten und die Geschwindigkeit zu reduzieren. Aber auch abseits dieser Schilder können Hinweise wie Hochsitze oder Wildwarnreflektoren auf erhöhte Wildaktivität hindeuten. Es ist wichtig, sich nicht ausschließlich auf deren Wirksamkeit zu verlassen. Erhöhte Aufmerksamkeit und eine angepasste Fahrweise sind entscheidend, um Kollisionen zu vermeiden. Seien Sie stets bremsbereit und halten Sie die Seitenräume im Blick.

Erhöhtes Risiko durch Erntearbeiten

Die laufende Erntezeit verstärkt die Wildwechselgefahr. Landwirtschaftliche Maschinen scheuchen Tiere aus Feldern auf und nehmen ihnen ihre Deckung, wodurch sie auf der Suche nach neuen Unterschlüpfen Straßen queren. Besonders dort, wo Erntearbeiten stattfinden oder hohe Bestände die Sicht versperren, empfiehlt der ACE dringend eine Geschwindigkeitsreduzierung. Dies gilt verstärkt bei schlechten Sichtverhältnissen durch Nebel oder Regen.

Im Notfall richtig reagieren

Befindet sich Wild auf der Fahrbahn, sollte sofort das Fernlicht abgeblendet werden, da Tiere sonst geblendet verharren könnten. Reduzieren Sie die Geschwindigkeit stark und hupen Sie, um das Tier zu vertreiben. Ist ein Zusammenstoß unvermeidbar, gilt: Vollbremsung statt Ausweichmanöver! Ein riskantes Ausweichen kann zu deutlich schwerwiegenderen Unfällen führen. Denken Sie daran: Wild ist oft nicht allein unterwegs – einer Begegnung kann schnell eine weitere folgen.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist das Risiko für Wildunfälle besonders hoch?

Laut dem ACE steigt das Risiko für Wildunfälle im Straßenverkehr erheblich mit dem Herbstbeginn und kürzeren Tagen, insbesondere im September 2026. Besonders gefährlich sind die Dämmerungszeiten, da Wildtiere dann aktiv sind und diese Zeiten mit dem Berufsverkehr zusammenfallen. Auch die laufende Erntezeit verstärkt die Gefahr.

Welche Maßnahmen können Autofahrer zur Prävention ergreifen?

Der ACE empfiehlt, auf Strecken mit dem Verkehrszeichen „Wildwechsel“ besondere Vorsicht walten zu lassen und die Geschwindigkeit zu reduzieren. Auch abseits dieser Schilder sollte man aufmerksam sein, bremsbereit fahren und die Seitenräume im Blick behalten. Bei Erntearbeiten oder schlechten Sichtverhältnissen wird ebenfalls dringend eine Geschwindigkeitsreduzierung empfohlen.

Wie sollte man bei einer Begegnung mit Wildtieren auf der Fahrbahn reagieren?

Wenn sich Wild auf der Fahrbahn befindet, sollte man sofort das Fernlicht abblenden, stark die Geschwindigkeit reduzieren und hupen, um das Tier zu vertreiben. Ist ein Zusammenstoß unvermeidbar, rät der ACE zu einer Vollbremsung statt eines Ausweichmanövers, da Letzteres zu schwerwiegenderen Unfällen führen kann.

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