Die kürzeste Nacht steht bevor: Die Uhr wird am 29.3.2026 um zwei Uhr um eine Stunde vorgestellt. Foto: AOK/Colourbox/hfr
Zeitumstellung 2026: Ein Schlafräuber für tausende Menschen in Lippe und Bielefeld
Die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit am 29.3.2026 stellt für viele eine kleine Herausforderung dar. Doch für rund 5.200 Menschen im Kreis Lippe und 4.500 Menschen in Bielefeld, die ohnehin an Schlafstörungen leiden, wird sie zu einem echten Handicap. Tiefe Augenringe, ein spürbarer Knick in der Leistungsfähigkeit und sogar verpasste Termine können die Folgen sein.
AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner erklärt: „Durch die fehlende Stunde wird der gewohnte Biorhythmus gestört, was zu Müdigkeit, Bluthochdruck, Schlafstörungen und Konzentrationsschwäche führen kann.“ Manchmal hindert dies sogar an der Arbeit. Eine AOK-Auswertung für 2025 zeigte allein im Kreis Lippe rund 5.300 Fehltage und 5.800 Fehltage in Bielefeld bei AOK-versicherten Beschäftigten aufgrund nichtorganischer Schlafstörungen.
Zeitumstellung: Eine Herausforderung für den Biorhythmus
Die Zeitumstellung ist mehr als nur das manuelle Verstellen von Uhren; sie bringt den inneren Schlaf- und Biorhythmus durcheinander. Besonders empfindlich reagieren Säuglinge und Personen mit bestehenden Schlafproblemen. Auch bei anderen Erwachsenen können bis zu einer Woche anhaltende Beschwerden auftreten.
Ursachen und Folgen von Schlafmangel
Dauerhafte Schlafstörungen erfordern eine Ursachenforschung: Stress, ungesunde Ernährung, Koffein, Alkohol, aber auch körperliche oder psychische Erkrankungen und Medikamenten-Nebenwirkungen sind häufige Auslöser. Die langfristigen Folgen von Schlafmangel sind gravierend: Er führt zu Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und Leistungsverlust. Langfristig kann er Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder psychische Probleme begünstigen, da das Gehirn Regenerationsphasen benötigt. Wehmhöner betont: „Ausreichend Schlaf steigert unser Wohlbefinden und unsere Lebensqualität.„
Schlafhygiene als Weg zur Erholung
Eine gute Schlafhygiene ist entscheidend: Dazu gehören eine angenehme Schlafumgebung mit kühler Raumtemperatur, Verzicht auf schwere Mahlzeiten, Koffein, Alkohol und Nikotin vor dem Schlafengehen. Mehr Bewegung im Alltag kann ebenfalls helfen, den natürlichen Schlafrhythmus zu finden. Die AOK NordWest bietet zur Unterstützung den liveonline-Kurs „Schlaf gut“ an. Bei häufiger Abgeschlagenheit oder Konzentrationsproblemen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Weitere Informationen finden Sie unter www.aok.de/nw Stichwort „Schlaf“.