
Artenschutz beginnt vor der Ort - bedrohte Amphibien sind auch die Feuersalamander. Fotos: NABU Leopoldshöhe
NABU Leopoldshöhe – Naturinfo
Die traurige Realität vielerorts in unserer Naturlandschaft: Bäche fallen jahrweise immer öfter über längere Zeiträume trocken, Quellen versiegen. Eine Entwicklung, die besonders im Zeitraum der Laichzeit von Amphibien dramatische Folgen hat. Betroffen davon sind auch die ohnehin gefährdeten Feuersalamander, deren Lebensgrundlage zunehmend bedroht ist.
Der NABU Leopoldshöhe hat sich dieser Herausforderung angenommen und handelt vor Ort. Im Bereich des Freesenbergs wurden nun spezielle Sekundär-Laichbiotope angelegt. Diese künstlich geschaffenen Rückzugsorte sollen den Amphibien auch bei Trockenheit Überlebensmöglichkeiten bieten und sind eine direkte Antwort auf die Frage, wie man den bedrohten Feuersalamandern aktiv helfen kann.
Doppelte Bedrohung: Trockenheit und Pilz
Zusätzlich zur zunehmenden Trockenheit kämpfen die Feuersalamander mit einer weiteren, tödlichen Gefahr: dem aus Asien stammenden Pilz Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal). Dieser Pilz verursacht eine Erkrankung, die bei den Tieren meist tödlich verläuft und offene Wunden hervorruft. Bereits in Teilen Deutschlands hat Bsal die Feuersalamander-Bestände empfindlich getroffen, und nun sind auch Arten im Teutoburger Wald akut gefährdet.
Um die Feuersalamander umfassend zu schützen, hat der NABU Leopoldshöhe nicht nur Biotope geschaffen, sondern auch Hinweisschilder an verschiedenen Stellen am Freesenberg aufgestellt. Diese sollen Waldbesuchern wichtige Verhaltenshinweise geben, denn der Schutz der Lebensräume beginnt mit dem achtsamen Umgang jedes Einzelnen.
Die Feuersalamander brauchen unseren Schutz. Wir können ihnen helfen und dafür sorgen, dass ihre Lebensräume möglichst wenig Gefahren von außen ausgesetzt sind. Der NABU Leopoldshöhe zeigt, wie Artenschutz lokal umgesetzt werden kann und ruft zur Achtsamkeit auf.
