Filmische Zeitreise: Eine Initiative lässt Oerlinghäuser Geschichte im AWO-Begegnungszentrum lebendig werden
Das Bergstadttheater ist vielen Oerlinghausern selbst nach Jahren noch in guter Erinnerung. Jetzt gibt es ein Wiedersehen – wenn auch nicht live, aber doch als Film. Es ist eine Privatinitiative von Inge Berghoff und Uta Ober. „Damit möchten wir einen Beitrag zum Stadtrechte-Jubiläum leisten“, erklären sie.
Die Geburtsstunde des Bergstadttheaters
2011, vor 15 Jahren, fanden sich zahlreiche Bewohner der Bergstadt zusammen, um ein Theaterstück zur Geschichte Oerlinghausens aufzuführen. Den Anlass bot die erstmalige Erwähnung des Ortes vor 975 Jahren. „Besonders erfreulich war, dass sich auch viele junge Leute beteiligten“, erinnert sich Uta Ober. Für das Schauspiel war kein Saal erforderlich, denn die Altstadt selbst diente als Bühne.
Die Anregung kam von der Gymnasiallehrerin Sigrid Mai, die auch die Dialoge verfasste und Regie führte. Zuvor hatten die Laiendarsteller etliche Monate recherchiert und geprobt. Im Juli fand die Premiere vor 300 begeisterten Zuschauern statt. „Und wegen des großen Erfolgs haben wir das Stück im September noch einmal gespielt“, sagt Uta Ober.
Historische Ereignisse als Bühnenbild
An zwölf Stationen rief die Truppe bedeutende historische Ereignisse der Stadt in Erinnerung. Und bei dem volksnahen Stück wurde zugleich das Publikum als Statisten einbezogen. Die Marktszene vor der Alexanderkirche und der gregorianische Gesang im Innenraum bezogen sich auf die Zeit um das Jahr 800. Darsteller und Zuschauer zogen weiter zum Brachtshof und zum Bürgerhaus. Das Stadthotel bildete die Kulisse zum Thema „Sommerfrische“, authentische Texte erinnerten an das Leben der jüdischen Familien, am Amtsgarten wurde die Revolution von 1848 noch einmal lebendig.
Fortsetzung des Engagements
Die Theaterfreunde blieben zusammen. 2013 bildete der Rathausplatz die Bühne für Szenen zu alten Handwerksberufen, die Aufführung von 2015 war dem „Ankommen und Bleiben in Oerlinghausen“ gewidmet.
Filmpremiere: Ein Abend voller Erinnerungen
Als Inge Berghoff und Uta Ober erfuhren, dass es Aufnahmen vom ersten Stück gibt, stand für sie fest: „Den Film müssen wir öffentlich zeigen.“ Wie so häufig hatte Fritz Holzkamp auch beim Bergstadttheater seine Kamera dabei. Der Film wird am Donnerstag, den 17.9.2026, im AWO-Begegnungszentrum an der Hauptstraße 48, gezeigt. Einlass ist ab 18.00 Uhr, die Vorführung beginnt um 18.30 Uhr. Sie wird etwa 90 Minuten dauern. Getränke stehen bereit. Inge Berghoff und Uta Ober wünschen sich möglichst viele Zuschauer: „Wir freuen uns auf eine vergnügliche Zeit mit vielen Erinnerungen und guten Gesprächen.“
Häufig gestellte Fragen
Wann und wo findet die Filmvorführung des Bergstadttheaters statt?
Die Filmvorführung des Bergstadttheaters findet am Donnerstag, den 17. September 2026, im AWO-Begegnungszentrum an der Hauptstraße 48 in Oerlinghausen statt. Einlass ist ab 18:00 Uhr, die Vorführung beginnt um 18:30 Uhr und dauert etwa 90 Minuten.
Wer organisiert die Filmvorführung?
Die Organisation der Filmvorführung ist eine Privatinitiative von Inge Berghoff und Uta Ober.
Was zeigt der Film und warum wird er gezeigt?
Der Film zeigt Aufnahmen des ersten Theaterstücks des Bergstadttheaters aus dem Jahr 2011, welches die Geschichte Oerlinghausens thematisierte. Die Initiatorinnen möchten damit einen Beitrag zum Stadtrechte-Jubiläum leisten.
Wer war für die ursprünglichen Theaterstücke verantwortlich?
Die Laienschauspieler fanden sich 2011 zusammen. Die Anregung kam von Gymnasiallehrerin Sigrid Mai, die die Dialoge verfasste und Regie führte. Fritz Holzkamp war mit seiner Kamera dabei und fertigte Aufnahmen an.

