
Im neuen Glanz erstrahlt der alte Grenzstein jetzt auf lippischen Boden.
Nach langer Odyssee: Historischer Grenzstein erhält würdigen Platz an der B 66 in Leopoldshöhe
Der lange Weg zum neuen Standort
„Es ist zwar nur ein kurzer Weg von Ubbedissen bis hier, aber es war ein langer Weg bis der Stein hier jetzt seinen Standort gefunden hat“, sagte Manfred Burkamp von der Bürgerstiftung Leopoldshöhe. Nach seiner fachgerechten Umsetzung durch einen Steinmetz hat der historische Grenzstein an der B 66 jetzt seinen neuen, dauerhaften Standort etwa 300 Meter von der Preußisch/Lippischen Grenze entfernt, erhalten. Damit findet ein Projekt seinen erfolgreichen Abschluss, das laut Manfred Burkamp mehr als 14 Jahre von der Suche nach einem geeigneten Standort begleitet wurde.
Endgültiger Standort und feierliche Einweihung
Der jetzige Standort, am Rad- und Gehweg an der B 66, an der Einmündung Bruchweg, gegenüber dem Hof Hansing in Fahrtrichtung Bielefeld, soll jetzt der endgültige sein. „Die erforderlichen Finanzmittel konnten dank der großzügigen Unterstützung zahlreicher Spenderinnen und Spender sowie weiterer Förderer innerhalb kurzer Zeit bereitgestellt werden. Allen Beteiligten gilt unser herzlicher Dank für ihr großes Engagement und ihre Verbundenheit mit der regionalen Geschichte“ sagte Gerd Schemmel bei der Vorstellung des neuen Standortes am Samstagmorgen. Mehr als 20 interessierte Menschen waren gekommen, darunter Bürgermeister Martin Hoffmann zusammen mit seiner ständigen Vertreterin Sabrina Büker, sowie Werner Zahn als Lippischer Schütze und Gerd Engstfeld mit einer historischen Drehorgel.
Die bewegte Geschichte des Grenzsteins
Der Grenzstein, der einst die Grenze an der Zollstation zwischen Lippe und Preußen markierte, soll als Erinnerungsstein die Orts- und Regionalgeschichte in Erinnerung rufen. Einst stand er an der alten Chaussee, die von Bielefeld nach Lippe führte, auf der anderen Seite. Als der Ausbau der B 66 begann, musste er weichen. Danach schloss sich eine kleine Odyssee an. Er stand auf Ubbedisser Seite der Grenze und sollte gar ganz verschwinden. Dank Manfred Burkamp und dem Einsatz von Heinrich Dingerdissen von der „preußischen” Seite hat er jetzt seinen endgültigen Standort erhalten. „Der Stein ist uns nicht egal und wir haben ihn euch jetzt nur freundlicher Weise überlassen“, sagte Heinrich Dingerdissen lachend und wies darauf hin, dass er, bevor er auf lippischen Grund gekommen ist, von ihm erst noch einmal gründlich gesäubert wurde.
Feierlicher Abschluss und Patenschaft
Die Gäste feierten den neuen Standort dann mit lippischem Kräuterschnaps und Drehorgel-Musik. Der Lippische Schütze versprach, immer auf den Stein aufzupassen.

