
150 Jahre HVV Bad Salzuflen. Um den Lippischen Heimatdichter, Fido Petig (Mitte) versammelt die Festredner des Abends: Dr. Wiesekopsieker und Brigitte Scheuer (Vorsitzende des Vereins), Dr. Axel Lehmann (Vorsitzender des Lippischen Heimatbundes) sowie Bürgermeister Dirk Tolkemitt. Fotos: Reiner Toppmöller
Heimat- und Verschönerungsverein Salzuflen wird 150 Jahre alt
Salzuflen (rto). Der Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) Bad Salzuflen zählt zu den ältesten Ortsvereinen des Lippischen Heimatbundes. Dabei sollte dies eigentlich nicht passieren, so einer der langjährigen Vorsitzenden des Vereins, Karl Bachler in den Fünfzigern.
Gründung und anhaltende Mission
Im August 1876 wurde der Verein, etwa zeitgleich wie die Buchhandlung Maschke, so der derzeitige Vorsitzende Dr. Stefan Wiesekopsieker, gegründet. Bis heute mischt er sich in die Belange der Stadt ein und versucht Erhaltenswertes für die Stadt zu bewahren. Etwa 600 Mitglieder zählt der HVV heute. 250 waren zum Festakt ins Kurhaus gekommen. Verschönerung der Stadt und ihrer nächsten Umgebung, wie es der Verein 1876 schon in seine Statuten schrieb und die Geschichte des Ortes für die Nachwelt erhalten, dies seien immer noch die Prämissen des Vereins, so der aktuelle Vorsitzende, Dr. Wiesekopsieker, in seiner Begrüßung.
Grußworte und Zukunftsperspektiven
Neben dem Vorsitzenden des Lippischen Heimatbundes, Dr. Axel Lehmann waren auch der ehemalige Archivar der Stadt, Franz Meier, Vertreter aus Rat und Verwaltung, einige Sponsoren sowie Bürgermeister Dirk Tolkemitt gekommen. Der Bürgermeister sagte in seiner Rede, dass Schönheit oft im Auge des Betrachters liege und sprach damit die innerhalb des Vereins umstrittene Entscheidung zum Umbau des Kurhauses an. Schmunzelt und mit Blick auf Dr. Wiesekopsieker meinte er, dass sich der Verein hier heute doch auch wohlfühlen könne.
„Es ist wichtig Altes zu erhalten, aber man muss auch in die Zukunft blicken. Das Kurhaus ist ein Beispiel dafür. Reibung die es manchmal zwischen uns gibt, erzeugt Wärme und am Ende Wohlbefinden und, dass es Beispiele guter Zusammenarbeit gibt, zeigen die Rundbänke im Kurpark oder die Zusammenarbeit an der Paulinenquelle. Und ja, Dr. Wiesekopsieker erinnert uns immer wieder an Gebäude die saniert werden müssen, wie die Villa in der Parkstraße. Da kann ich ihnen heute sagen, der Besitzer hat zugesagt das Haus bis 2028 zu sanieren, wenn nicht, wird es der Stadt geschenkt“, so der Bürgermeister.
Dr. Lehmann sagte, dass Heimat vielschichtig sei und die Aufgaben eines Heimatvereins viel mehr seien, als nur Blumen zu pflanzen. “Es geht um Bewahrung und Fortentwicklung kulturellen Erbes, aber auch um das Fördern von Lebensqualität vor Ort. Zur Entwicklung der Stadt und des Staatsbades haben viele aus dem HVV beigetragen“, so der Chef des Lippischen Heimatbundes.
Blick nach vorn und besondere Ehrung
Dr. Wiesekopsieker zeigte den Weg des HVV in seinem Vortrag auf. Er sagte aber auch: „Wir sind nicht die ewig Gestrigen. Wir wollen uns weiter kritisch zu Wort melden und weiter Impulsgeber der Stadt sein. Wir sind dankbar und stolz auf unser Jubiläum und blicken zuversichtlich nach vorn.“ Seine Stellvertreterin, Brigitte Scheuer, hob noch zu einer Laudatio auf den langjährigen Vorsitzenden an: „Er ist der HVV, seit 33 Jahren im Vorstand und seit 27 Jahren Vorsitzender. Er reiht sich damit in die Liste seiner Vorgänger ein, die alle über Jahrzehnte für den Verein da waren.“ Sie und Dr. Wiesekopsieker gehören auch zu Vorstand des Lippischen Heimatbundes.
Festliches Rahmenprogramm
Während Michel Klein mit ausgesuchten Liedern, wie ”The last Unicorn”, ”Dein ist mein ganzes Herz” und ”Ruby Tuesday” für die musikalische Unterhaltung des Festaktes sorgte, brachte der dichtende Landwirt, Fido Petig mit seinen bewährten Lippische Reimen, die lustige Seite in die sonst eher ernste Veranstaltung. Im ersten Teil die Entwicklung des Vereins und der Buchhandlung Maschke bis heute, und im zweiten Teil die immer wieder verblüffend überraschende Zusammenfassung der Veranstaltung, die jeweils mit Applaus und Gelächter honoriert wurden. Um den Festakt rund zu machen, lud der HVV nach dem offiziellen Teil noch zum gemeinsamen Beisammensein bei einem Kalten Buffet und kühlen Getränken ein.
Häufig gestellte Fragen
Wann wurde der Heimat- und Verschönerungsverein Bad Salzuflen gegründet?
Der Verein wurde im August 1876 gegründet und feierte kürzlich sein 150-jähriges Jubiläum.
Was sind die Hauptaufgaben des HVV Bad Salzuflen?
Zu den Hauptaufgaben des HVV zählen die Verschönerung der Stadt und ihrer Umgebung, die Bewahrung der Ortsgeschichte sowie die Bewahrung und Fortentwicklung kulturellen Erbes, stets mit dem Ziel der Förderung der lokalen Lebensqualität.
Wer sprach Grußworte beim Festakt?
Grußworte sprachen der Vorsitzende des Lippischen Heimatbundes, Dr. Axel Lehmann, sowie Bürgermeister Dirk Tolkemitt.
Wie viele Mitglieder hat der HVV Bad Salzuflen?
Der Heimat- und Verschönerungsverein Bad Salzuflen zählt aktuell etwa 600 Mitglieder.
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