
Frauen und Männer im Kreis Lippe und Bielefeld gingen im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr weniger zur Krebsfrüherkennungsuntersuchung. Foto: AOK/colourbox/hfr
AOK fordert dringende Kurskorrektur bei der Inanspruchnahme lebensrettender Früherkennungsuntersuchungen
Ein alarmierender Trend zeichnet sich im Kreis Lippe und in Bielefeld ab: Die Inanspruchnahme der Krebsfrüherkennung ist stark rückläufig. Eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest zeigt, dass ein signifikanter Teil der Bevölkerung lebenswichtige Vorsorgeuntersuchungen nicht wahrnimmt. Die Krankenkasse appelliert eindringlich, die kostenlosen Angebote verstärkt zu nutzen.
Die Zahlen sind besorgniserregend: Im vergangenen Jahr nutzten lediglich 37,7 Prozent der Frauen ab 20 Jahren im Kreis Lippe und 38,1 Prozent in Bielefeld die Krebsfrüherkennung – ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Bei Männern über 45 Jahren nahmen im Kreis Lippe nur 23,6 Prozent und in Bielefeld 22,9 Prozent die Untersuchungen in Anspruch. AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner bezeichnet diese Entwicklung als „alarmierend“ und das Niveau bei Männern als „viel zu gering“.
„Vorsorge ist sinnvoll angelegte Zeit: Die Chance der frühen Diagnostik kann Leben retten„, betont Wehmhöner. Er erklärt, dass Heilungschancen erheblich steigen, je früher ein Tumor oder seine Vorstufen erkannt werden. Zudem sind die gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen vollständig kostenfrei, was finanzielle Hürden ausschließt. Wehmhöner mahnt: „Das wichtige Thema Krebsvorsorge sollte nicht vor sich hergeschoben werden.“
AOK fördert Aufklärung und einfache Zugänglichkeit:
Um Ängste abzubauen, bietet die AOK umfangreiche Aufklärung an. Der aktualisierte „Vorsorg-O-Mat“ ist online verfügbar, informiert umfassend über Krebsvorsorge und zeigt Untersuchungstermine an. Wichtig sei auch, auf Warnzeichen des Körpers zu achten.
Umfassende Vorsorgeangebote
Männer haben ab 45 Jahren jährlich Anspruch auf Untersuchungen der Prostata, der äußeren Geschlechtsorgane und das Abtasten der Lymphknoten. Für Frauen beginnt der Anspruch ab 20 Jahren mit jährlichen Untersuchungen der Geschlechtsorgane und einem Abstrich vom Muttermund/Gebärmutterhals. Ab 35 erfolgt der Abstrich alle drei Jahre, ergänzt durch einen HPV-Test. Ab 30 Jahren ist zudem ein Abtasten der Brust und der Achselhöhlen vorgesehen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die aktuellen Zahlen zur Krebsfrüherkennung in Lippe und Bielefeld?
Im vergangenen Jahr nutzten lediglich 37,7 Prozent der Frauen ab 20 Jahren im Kreis Lippe und 38,1 Prozent in Bielefeld die Krebsfrüherkennung. Bei Männern über 45 Jahren nahmen im Kreis Lippe nur 23,6 Prozent und in Bielefeld 22,9 Prozent die Untersuchungen in Anspruch.
Warum ist die Krebsvorsorge so wichtig?
AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner betont, dass eine frühe Diagnose die Heilungschancen erheblich steigert und Leben retten kann. Die gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen sind zudem kostenfrei.
Welche Vorsorgeuntersuchungen stehen Frauen und Männern zu?
Männer ab 45 Jahren haben jährlich Anspruch auf Untersuchungen der Prostata, der äußeren Geschlechtsorgane und das Abtasten der Lymphknoten. Für Frauen beginnen die jährlichen Untersuchungen der Geschlechtsorgane und ein Abstrich ab 20 Jahren. Ab 35 erfolgt der Abstrich alle drei Jahre, ergänzt durch einen HPV-Test. Ab 30 Jahren ist ein Abtasten der Brust und der Achselhöhlen vorgesehen.
Wie fördert die AOK NordWest die Aufklärung zur Krebsvorsorge?
Die AOK NordWest bietet umfangreiche Aufklärung an und hat einen aktualisierten „Vorsorg-O-Mat“ online gestellt, der umfassend informiert und Untersuchungstermine anzeigt.

