In der Ausgabe des Blauen Blattes vom 29.8.2025 erschien unter dem Titel „Glasfaserausbau in Schuckenbaum“ ein Leserbrief, der meiner Meinung nach nicht ohne Beantwortung bleiben darf.
Die inhaltliche Fragestellung beantworte ich dabei gerne am Ende dieses Briefes, das eigentliche Problem des Briefes liegt jedoch an anderer Stelle: Wenn sich der Autor des Briefes in Polemik flüchtet und sich für die „kostenlose Wahlwerbung für [PUB] bedanken“ möchte und den Glasfaserausbauch gleichzeitig als „solch einfaches Projekt“ künstlich vereinfacht, verschweigt er hier selbstverständlich, dass die PUB in der nun ablaufenden Legislatur bereits eine Fraktion stellte, die dieses Projekt mit Leichtigkeit hätte umsetzen können. Das Gegenteil ist jedoch der Fall und somit ist bisher kein inhaltlicher Beitrag der PUB zum Glasfaserausbau in der Gemeinde Leopoldshöhe zu verzeichnen.Inhaltlich unterschiedlicher Meinung kann man jedoch sein, ob es nicht zum viel besungenen „dörflichen Charakter“ gehört, dass auch eine eher städtische Infrastruktur nicht vollumfänglich vorhanden ist und auf Alternativtechnologien – wie satellitengestützte oder 5G-Verbindung – zurückgegriffen werden kann.
Ein weiteres Thema könnte auch sein, ob Vorverträge mit Netzversorgern, die an anderer Stelle als „undemokratisch“ und „Mauschelei“ verunglimpft werden, hier nicht in dieselbe Kategorie fallen müssten. Diese Art der inhaltlichen Auseinandersetzung scheint aber überhaupt nicht gewünscht zu sein.Sollte es aber tatsächlich so sein, dass eine „Vielzahl der Bürger von Schuckenbaum nun vollkommen verunsichert“ ist, ist die Aufklärung relativ einfach: In Deutschland sind Unternehmen, die ein Glasfasernetz ausgebaut haben, grundsätzlich dazu verpflichtet, anderen Telekommunikationsanbietern den Zugang zu diesem Netz zu gewähren. Dieses Verfahren ist durch das Telekommunikationsmodernisierungsgesetz bereits seit fast 5 Jahren geregelt.
Ich hoffe, dass diese Antwort bei den Bürgerinnen und Bürgern, die an Tatsachen interessiert sind zur Beruhigung beiträgt.
Hans Christian Asemissen, Leopoldshöhe
Leserbriefe geben die Meinung der jeweiligen Verfasser wieder und müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.