Mit einer umfassenden Analyse und professioneller Unterstützung zu einem Gesamtkonzept

23. Feb. 2026 | Oerlinghausen

Langfristige Planung für den Sport

Umfassende Analyse der Sportstätten

Oerlinghausen (kd). Reichen die Sportstätten? Welche Sportarten sind in der Zukunft gefragt? Wie können sich die Vereine verändern? Der Sportausschuss in Oerlinghausen möchte nicht mehr nur Einzelfragen behandeln, sondern strebt eine umfassende Analyse an – mit wissenschaftlicher Begleitung.

„Wir wurden immer wieder angesprochen, es gebe zu wenig Sportstätten, in den Schulen werde nicht genug Sport unterrichtet, jeder Verein geht nur seinen eigenen Weg“, berichtete Jochen Hollwitt, der Vorsitzende des Stadtsportverbandes. „Das hat auch die Verwaltung wahrgenommen“, ergänzte Bürgermeister Peter Heepmann in der Sitzung des Sportausschusses. Deshalb sei es an der Zeit, mit professioneller Unterstützung ein Gesamtkonzept zu erarbeiten. Heepmann schlug deshalb vor, den promovierten Rechtsanwalt Horst-Peter Strickrodt hinzuziehen. Er hat sich auf Sportrecht spezialisiert und schon mehrere Vereine, Verbände und Kommunen beraten.

Vorgehensweise und Sportentwicklungsplan

Im Ausschuss stellte Strickrodt zunächst seine Vorgehensweise für einen Sportentwicklungsplan vor. Ähnliche Konzepte habe er bereits erstellt, sagte er. „Wir werden als Moderatoren tätig und keinen fertigen Plan mitbringen“, betonte Strickrodt. Vielmehr sollen für das mehrstufige Verfahren die Bevölkerung, Sportvereine, Kitas, Schulen und Experten befragt werden. Die Daten werden von einem Team der Universität Bielefeld erhoben und ausgewertet. Vorgesehen sind die wissenschaftliche Mitarbeiterin Svenja Toepsch, Rechtsreferendarin Katharina Dittombeé und Christian Deutscher, Lehrstuhlinhaber für Sportökonomie.

Aus der Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse werden dann Vorschläge für die Sportstätten und Organisationsstrukturen entwickelt. Auch Finanzierungsfragen sollen berücksichtigt werden. „Mit einer derartigen Gesamtschau ist auch gegenüber möglichen Fördergeber leichter zu argumentieren“, hob Strickrodt hervor.

Zeitlicher Rahmen und Investitionsvolumen

Wie lange der Prozess dauern werde, hänge von den jeweiligen Wünschen, sagte er. Man müsse mindestens mit einem Jahr rechnen. Auf Nachfrage von Tobias Jaehn (FDP) erklärte der Rechtsanwalt, dass der geplante Betrag von 30.000 Euro für das Konzept, und die Begleitung bis zur fertigen Ratsvorlage ausreichen werde.

Dennis Thon (Initiative Oerlinghausen) fragte, ob der Plan neue Erkenntnisse bringen werde. „Seit Jahren schieben wir das Projekt der Zweifachsporthalle, das Freibad, die sanierungsbedürftige Sporthalle am Gymnasium, den Kunstrasen am Kalkofen und das Sporthaus Helpup vor uns her“, sagte er. „Das entspricht einem Investitionsvolumen von zehn Millionen Euro.“ Grundsätzlich sprach sich Thon dafür aus, die Bürgerschaft an dem Prozess intensiv zu beteiligen.

Weiteres Vorgehen und Ratsentscheidung

Am Ende befürworteten die meisten Ausschussmitglieder, das Projekt „Sportentwicklungsplan Stadt Oerlinghausen“ auf den Weg zu bringen. Zwei Vertreter der Grünen hatten noch Beratungsbedarf und enthielten sich. Die letzte Entscheidung liegt beim Rat, der den Haushalt beschließen muss. Erst danach kann der Auftrag erteilt werden.

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