Wie hier, brachten Medizinstudierende der Universität Bielefeld mit ihrem „Teddybärkrankenhaus“ den Erstklässlern spielerisch medizinische Abläufe näher. Fotos: Privat
Medizinstudierende der Universität Bielefeld nehmen Erstklässlern der Grundschule Asemissen spielerisch die Scheu vor Arztbesuchen.
Ungewöhnlicher Klinikbetrieb in Asemissen
Ein ungewöhnlicher Klinikbetrieb herrschte am 1604.2026 im Forum der Grundschule Asemissen: Plüschhasen, Teddybären, Stoffdrachen und weitere Kuscheltiere wurden untersucht, verbunden und fürsorglich „behandelt“. Verantwortlich für die lebendige Lernatmosphäre waren Medizinstudierende der Universität Bielefeld, die mit ihrem „Teddybärkrankenhaus“ den Erstklässlern spielerisch medizinische Abläufe näherbrachten.
Lernen durch Rollenspiel und praktische Einblicke
In mehreren Stationen erklärten die Studierenden kindgerecht, was beim Abhören von Herz und Lunge passiert, wie Verbände richtig angelegt werden und welche Schritte bei kleinen Untersuchungen anfallen. Die Kinder übernahmen dabei die Rolle der verantwortungsvollen „Eltern“ und aber auch der behandelnden Ärztin bzw. des behandelnden Arztes ihrer Kuscheltiere: Sie schilderten „Symptome“, entschieden gemeinsam mit den Studierenden über die nächsten Schritte und durften selbst Hand anlegen – stets begleitet von verständlichen Erklärungen und viel Ermutigung.
Ängste abbauen und Vertrauen schaffen
„Wenn Kinder verstehen, was bei einer Untersuchung passiert, verlieren unbekannte Geräte und Begriffe schnell ihren Schrecken“, sagte eine beteiligte Medizinstudentin. Genau das war auch das erklärte Ziel der Aktion: Ängste vor Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten abzubauen und den Kindern einen positiven, vertrauensvollen Zugang zu medizinischen Situationen zu ermöglichen. Statt steriler Praxisatmosphäre gab es Lachen, Staunen – und am Ende viele „geheilte“ Kuscheltiere mit frischen Pflastern und liebevoll angelegten Verbänden.
Begeisterte Resonanz bei Lehrkräften und Schülern
Die Lehrkräfte der ersten Klassen zeigten sich begeistert von der Resonanz. Die Kinder hätten nicht nur Mut gefasst, sondern auch neue Worte und Handgriffe gelernt – vom Stethoskop bis zum Druckverband. „Die Verknüpfung aus Anfassen, Ausprobieren und Erklären bleibt im Kopf“, so eine Klassenleitung. Viele Schülerinnen und Schüler berichteten anschließend, sie könnten es nun „viel besser verstehen“, was die Ärztin oder der Arzt mache.
Ein voller Erfolg mit neuen Zukunftswünschen
Die Kuscheltierklinik war ein großer Erfolg und kam bei den Kindern hervorragend an: Zahlreiche Erstklässlerinnen und Erstklässler gingen strahlend aus dem Forum – mit Pflastern auf den Pfoten ihrer Plüschfreunde und neuen Zukunftswünschen im Kopf. Viele haben jetzt sogar einen neuen Traumberuf: Ärztin/Arzt oder Tierärztin/Tierarzt.
Nachhaltige Gesundheitsbildung und Dank
Die Aktion bot damit nicht nur einen spannenden Vormittag, sondern auch wichtige Gesundheitsbildung im Mini-Format: nahbar, spielerisch und nachhaltig. Organisiert von dem Medizinstudenten Fabian Karpienski und der Schulleiterin Diana Fleer, zeigte das Teddybärkrankenhaus eindrucksvoll, wie Begegnungen auf Augenhöhe Brücken bauen – von der kindlichen Neugier bis hin zum selbstbewussteren Umgang mit medizinischen Situationen. Ein Dank gilt den engagierten Medizinstudierenden der Uni Bielefeld, die mit Empathie, Fachwissen und Humor einen bleibenden Eindruck hinterließen.