Neuer Meilenstein für die touristische Weiterentwicklung in Bad Salzuflen: Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling (3.v.r.) übergab den Förderbescheid für das Zukunftsprojekt „Erlebniswelt Kneipp“ im Landschaftsgarten an Bürgermeister Dirk Tolkemitt (3.v.l.), Melanie Koring (2.v.r.), Ulrike Niebuhr (links), Ralf Hammacher (rechts,) und Katja Mönnigmann-Steinbeck (2.v.l). Foto: © Stadt Bad Salzuflen
Millionenförderung für den Bad Salzufler Landschaftsgarten
Bad Salzuflen. Ein bedeutender Meilenstein für die touristische Zukunft der Kurstadt ist erreicht: Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling übergab am Donnerstag (5.2.2026) den offiziellen Förderbescheid für das zukunftsweisende Großprojekt „Erlebniswelt Kneipp“. Mit einer Fördersumme von rund 940.000 Euro aus dem EFRE-JTF-Programm „Erlebnis.NRW“ unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen das Vorhaben im Landschaftsgarten, das insgesamt ein Investitionsvolumen von etwa 1,17 Millionen Euro umfasst.
Tradition trifft auf Moderne
Bürgermeister Dirk Tolkemitt nahm den Bescheid gemeinsam mit Melanie Koring (Erste Beigeordnete und Stadtkämmerin), Ulrike Niebuhr (Technische Beigeordnete), Ralf Hammacher (Fachbereichsleitung Tourismus, Gesundheit, Kultur) und Katja Mönnigmann-Steinbeck (Fachbereichsleitung Jugend, Soziale Dienste, Schule) entgegen und betonte, dass die neue Erlebniswelt den Landschaftsgarten als „moderne Ergänzung zu Innenstadt und Kurpark positionieren“ werde. Geplant ist eine rund zwei Kilometer lange Route, entlang derer sechs neue Erlebnisbereiche entstehen. Fünf dieser Stationen widmen sich den klassischen Säulen der Kneipp-Lehre: Wasser, Heilkräuter, Bewegung, Ernährung und Innere Balance.
Regierungspräsidentin Bölling lobte das concept als „Paradebeispiel“, da es „Naturerbe und moderne Gesundheitsförderung“ eindrucksvoll verschmelze und sowohl den Tourismus stärke als auch die Lebensqualität vor Ort erhöhe.
Fokus auf Jugend und Klimaresilienz
Ein besonderes Merkmal des Projekts ist die pädagogische Ausrichtung auf Kinder und Jugendliche. Anders als reine Erwachsenenangebote kombiniert die Erlebniswelt Klettern, Balancieren und inklusive Spielstationen mit digitalen Features wie QR-Codes und Audioguides, die in die städtische „MeinS“-App integriert werden. „Unser Ziel ist es, das wertvolle Wissen von Sebastian Kneipp in das 21. Jahrhundert zu übersetzen“, erklärte Fachbereichsleiterin Katja Mönnigmann-Steinbeck.
Zudem setzt das Konzept auf innovative „Cool Locations“. Angesichts heißer werdender Sommer sollen ein Nebelweg, schattige Hängemattenplätze und der dichte Baumbestand als natürliche Rückzugsorte dienen.
Touristikchef Ralf Hammacher sieht in der Förderung eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges: „Die ‚Erlebniswelt Kneipp‘ rundet unser Angebot im Landschaftsgarten perfekt ab. Durch den spielerischen Fokus gewinnen wir bereits junge Gäste für Themen wie Klimaresilienz und Achtsamkeit“.
Nach dem Start der detaillierten Entwurfsplanung im April dieses Jahres ist die bauliche Umsetzung für das kommende Jahr vorgesehen. Die Fertigstellung der kompletten Anlage ist für Herbst 2027 geplant.