Von Seifenblasen bis Sensorik: Junge Talente aus OWL forschen für die Zukunft

15. Feb. 2026 | Überregionales

Regionalwettbewerb in der Wissenswerkstadt Bielefeld

Bielefeld. Wie nah echte Wissenschaft an der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen sein kann, zeigten die Teilnehmenden von „Jugend forscht“ am Samstag eindrucksvoll in der Bielefelder Wissenswerkstadt. In den Forschungen der 66 jungen Talente aus Ostwestfalen-Lippe steckten nicht nur spannende Fragestellungen, sondern auch akribische Arbeit und viel Herzblut.

Alltagsprobleme wissenschaftlich gelöst

Oft waren es ganz pragmatische Probleme, die den Anstoß für die Projekte gaben. Wer hat beim Modellautorennen wirklich gewonnen? Um diese Frage künftig zweifelsfrei zu klären, entwickelten Lilou (14) aus Steinhagen und Luke (12) aus Halle eine eigene Zeitmessanlage. Auch der Schulalltag lieferte Inspiration: Tunahan (14) aus Bad Salzuflen programmierte mit seinem „Online-Lateintrainer“ eine spielerische Lernhilfe gegen den Vokabelfrust. Lukas (12) aus Bielefeld widmete sich derweil der perfekten Ästhetik und experimentierte mit verschiedenen Seifenlaugen-Mischungen für die ideale Seifenblase.

Erfolgsserie für die Marienschule

Insgesamt präsentierten 25 Schülerinnen und 41 Schüler 38 Projekte aus Fachbereichen wie Chemie, Arbeitswelt und Technik. Besonders jubeln durfte dabei die Marienschule der Ursulinen in Bielefeld: Mit vier von sieben Bestnoten war sie die erfolgreichste Schule des Wettbewerbs. Aber auch Schüler des Engelbert-Kaempfer-Gymnasiums in Lemgo und des Rudolph-Brandes-Gymnasiums in Bad Salzuflen qualifizierten sich für die nächste Runde.

Die Erstplatzierten im Überblick

Die Jury zeigte sich besonders von der Tiefe der wissenschaftlichen Methoden beeindruckt. Zu den Siegern im Hauptwettbewerb „Jugend forscht“ gehören:

Biologie: Malte Thomas und Noah Patrick Redeker (Marienschule) überzeugten mit einer KI-gestützten Verhaltensanalyse des Schleimpilzes Physarum polycephalum.

Chemie: Julius Rüdiger und Noah Krüger (Marienschule) forschten an der Abkehr von Lithium durch Natrium-Feststoffakkus.

Mathematik/Informatik: Benjamin Becker (Rudolph-Brandes-Gymnasium) punktete mit seinem Projekt „DailyQuest“.

Physik: Fiete Hamich (Marienschule) untersuchte 3D-gedruckte Resonanzkörper, während Tim Kammel (Engelbert-Kaempfer-Gymnasium) die Mechanik und Genauigkeit von Sanduhren analysierte.

Im Wettbewerb „Jugend forscht junior“ sicherten sich Tunahan Kazel (Mathematik/Informatik) sowie Leo Rüdiger (Technik) mit seinem DIY-Fotobioreaktor den ersten Platz. Für alle Gewinner geht es im März und Mai auf Landesebene weiter, mit dem Ziel, das große Bundesfinale Ende Mai in Herzogenaurach zu erreichen.

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