Foto: © Verbraucherzentrale NRW
Worauf Verbraucher:innen beim Online-Shopping aus Nicht-EU-Ländern zukünftig achten sollten
Ab dem 1.7.2026 müssen Verbraucher:innen beim Online-Shopping aus Nicht-EU-Ländern neue Zollgebühren rechnen. Was auf Plattformen wie Temu oder Shein als Schnäppchen lockt, wird teurer, warnt die Verbraucherzentrale NRW. Bislang zollfreie Sendungen unter 150,00 € unterliegen künftig einer pauschalen Zollgebühr von drei Euro sowie Einfuhrumsatz- oder Verbrauchssteuern. Hinzu kommen Auslagenpauschalen der Paketdienste (z.B. 7,50 € bei der Deutschen Post). „Eine Handyhülle kostet mit Abgaben schnell mehr als das Doppelte„, so Arkadiusz Galek.
Herkunft und Kosten beachten:
Oft wirken Shops europäisch, versenden aber aus Drittstaaten. Lange Lieferzeiten, fehlende Anbieterangaben und sehr niedrige Preise sind erste Hinweise. Impressum oder Versandbedingungen klären die Herkunft. Verbraucher:innen sollten die Gesamtkosten vor der Bestellung kalkulieren, da neue Gebühren Schnäppchen unattraktiv machen.
Daten schützen, Rückgabe kennen:
Beim Online-Einkauf ist sparsamer Umgang mit persönlichen Daten und die Nutzung sicherer Zahlungsmethoden ratsam. Wichtig sind Rückgaberechte: Außerhalb der EU gelten oft andere Regeln. Retouren können teuer und kompliziert sein, da das EU-Widerrufsrecht nicht immer greift. Ein Kauf bei einem EU-Shop kann trotz höheren Listenpreises die sicherere und günstigere Option sein, dank transparenter Konditionen und einfachem Kundenservice.
Weiterführende Informationen:
• Hinweise zum Online-Shopping im Ausland: www.verbraucherzentrale.nrw/node/6781
• Mehr zu Einfuhrabgaben für Käufe aus Nicht-EU-Ländern: www.verbraucherzentrale.nrw/node/62109
• Worüber Onlineshops informieren müssen: www.verbraucherzentrale.nrw/node/8350
• Informationen zu Steuer und Zoll: www.zoll.de
• Fall melden bei Problemen mit Online-Produkten: www.verbraucherzentrale.nrw/node/96033