Zielsetzung ist eine erhöhte Schulwegsicherheit – Auch „Elterntaxis“ sollen vermieden werden

18. Sep. 2026 | Bad Salzuflen

Eine Gruppe von Personen steht draußen vor einer Schule, zwei Frauen halten Karten mit Schulwegen in die Kamera

Sichere Schulwege für Bad Salzuflen: Ab sofort Wegepläne für SZ Aspe und Lohfeld veröffentlicht

Bad Salzuflen. Pünktlich zum Schulstart in der Kurstadt hat die Stadt Bad Salzuflen die Schulwegeplanungen für die Schulzentren Aspe und Lohfeld fertiggestellt. Diese Wegepläne sind kartografische Darstellungen, die in Kartenform einen leicht verständlichen Gebrauch für Eltern und Kinder bieten. Auf der Kartografie werden empfohlene Schulwege dargestellt, Gefahrenstellen klar erklärt und Hinweise zum sicheren Verhalten gegeben. „Das Ziel ist eine erhöhte Schulwegsicherheit zu gewährleisten“, begründet Susanne Lübker, Klimaschutzbeauftragte der Stadt Bad Salzuflen.

Das neueingeführte Sicherheitswerkzeug bündele lokales Wissen und mache daraus konkrete, nachvollziehbare Empfehlungen wie vom besten Wegeverlauf bis zu heiklen Querungsstellen, wie Lübker ergänzt: „Dadurch werde neben der Sicherheit auch die Selbstständigkeit der Kinder gestärkt.“ Mit Aspe und Lohfeld wurde der städtische Prozess für die Erstellung von Wegeplänen fortgeführt. Vor einem Jahr erhielten die Grundschulen Ahornstraße, Holzhausen, Lockhausen, Schötmar-Kirchplatz, Schötmar-Wasserfuhr und Wüsten jeweils ihre Pläne.

Fokus lag in praktischer Einbindung der Schülerinnen und Schüler

Der Prozess zur Entwicklung der Schulwegepläne, initiiert vom städtischen Fachbereich Umwelt, Abteilung Klimaschutz, und dem Fachdienst Schule der Verwaltung, in Kooperation mit dem Planungsbüro LK Argus aus dem hessischen Kassel sowie den Schulzentren Aspe und Lohfeld, startete bereits im vergangenen Schuljahr, und erste Umsetzungen von Verbesserungsmaßnahmen erfolgten während der kürzlich beendeten Sommerferien. Der gemeinsame Fokus lag dabei in der praktischen Einbindung der Schülerinnen und Schülern.

Denn sie sollen mit zunehmendem Alter selbst Verantwortung für ihren Schulweg übernehmen. „Rund 30 Pennäler aller Altersstufen haben intensiv und kreativ an der Umsetzung mitgearbeitet“, berichtet Susanne Lübker. So wurden anhand einer Befragung und in drei Workshops kritische Verkehrsräume begutachtet sowie Verbesserungsvorschläge diskutiert. Der Fachdienst Tiefbau der Stadt Bad Salzuflen und die Polizeibehörde haben den prozessualen Ablauf begleitet und unterstützt.

Alternative Verkehrsmittel wie Fahrrad, Bus, Zufußgehen stärken

Auf dem Schulweg können an vielen Orten Gefahrenstellen vorhanden sein wie beispielsweise unübersichtliche Kreuzungen, unklare Parkplatzregelungen, fehlende Querungsmöglichkeiten oder sehr schmale Geh- und Radwege. „Wir möchten mit den Schulen die Verkehrsplanung weiterentwickeln und die Verkehrsteilnehmenden für die jeweiligen Besonderheiten der Schulstandorte sensibilisieren“, betont Susanne Lübker und „wir legen auch Wert auf Eigenverantwortung und rücksichtsvolles Verhalten.“

Entscheidend sei nicht allein der fertige Plan, sondern der offene Kommunikationsprozess zwischen den Beteiligten. Der Schulwegplan soll dazu beitragen, die sogenannten Elterntaxis zu reduzieren und alternative Verkehrsmittel wie Fahrrad, Bus, Zufußgehen zu stärken. Die Elterntaxis blockieren häufig Zufahrten und stellen eine Gefährdung für Kinder dar. Auch Feuerwehrzufahrten werden regelmäßig durch private PKW‘s zugeparkt. „Nicht zuletzt werden durch den Hol- und Bringverkehr unnötig Treibhausgase freigesetzt“, sagt Klimaschutzbeauftragte Lübker.

Schulwegepläne auf städtischer Internetseite abrufbar

Die ab sofort veröffentlichten Wegepläne für die beiden Schulzentren werden seitens der Verwaltung auf aktuellen Stand gehalten und bei Bedarf optimiert für beispielsweise anzupassende Markierungen oder Beschilderungen. Die Erstellung dieser Pläne ist ein Schwerpunkt des städtischen Klimaschutzteilkonzeptes Mobilität. Abrufbar sind die Schulwegepläne auf der Internetseite der Stadt Bad Salzuflen unter salzuflen.info/schulwegeplanung

Häufig gestellte Fragen

Was sind die neuen Schulwegepläne der Stadt Bad Salzuflen?

Die Schulwegepläne sind kartografische Darstellungen für Eltern und Kinder, die empfohlene Schulwege aufzeigen, Gefahrenstellen erklären und Hinweise zum sicheren Verhalten geben. Sie dienen dazu, die Schulwegsicherheit zu erhöhen und die Selbstständigkeit der Kinder zu stärken.

Welche Schulzentren sind von den neu veröffentlichten Plänen betroffen?

Die ab sofort veröffentlichten Pläne betreffen die Schulzentren Aspe und Lohfeld. Zuvor wurden bereits Pläne für die Grundschulen Ahornstraße, Holzhausen, Lockhausen, Schötmar-Kirchplatz, Schötmar-Wasserfuhr und Wüsten erstellt.

Wo können die Schulwegepläne eingesehen werden?

Die Schulwegepläne sind auf der Internetseite der Stadt Bad Salzuflen unter salzuflen.info/schulwegeplanung abrufbar.

Warum sollen sogenannte „Elterntaxis“ vermieden werden?

Laut Klimaschutzbeauftragter Susanne Lübker blockieren „Elterntaxis“ häufig Zufahrten, stellen eine Gefährdung für Kinder dar, parken Feuerwehrzufahrten zu und setzen unnötig Treibhausgase frei. Die Schulwegepläne sollen dazu beitragen, alternative Verkehrsmittel wie Fahrrad, Bus und Zufußgehen zu stärken.

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