120 Schulleiter aus ganz Deutschland setzen sich am Bonhoeffer-Berufskolleg des Kreises Lippe mit KI im Unterricht auseinander

2. Okt. 2025 | Überregionales

„KI ist in der Schule nicht mehr wegzudenken“

ADBG Jahrestagung am Dietrich-Bonhoeffer-Berufskolleg

Moderne Prüfungsformen, Ideen für das Lernen der Zukunft und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Unterricht: Um diese Schwerpunkte drehte sich die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Direktorinnen und Direktoren der Beruflichen Gymnasien in Deutschland (ADBG), die in diesem Jahr am Dietrich-Bonhoeffer-Berufskolleg (DBB) des Kreises Lippe stattfand. 120 Schulleiterinnen und Schulleiter aus ganz Deutschland waren dazu nach Lippe gereist – und verbrachten dort drei informative und lehrreiche Tage.

Vielfältiges Programm und zentrale Themen

„Vier Berufskollegs befinden sich in Trägerschaft des Kreises Lippe. Alle leisten einen entscheidenden Beitrag, jungen Menschen nicht nur eine exzellente Ausbildung, sondern auch vielfältige Perspektiven für ihre Zukunft zu eröffnen. Dass die bundesweite Jahrestagung der ADBG in Detmold stattfindet, unterstreicht diese Bedeutung“, sagte Landrat Dr. Axel Lehmann bei der Eröffnung der Tagung, die unter dem Motto „Berufliche Gymnasien zukunftsstark gestalten“ stand. Das vielfältige Programm war gespickt mit Fachvorträgen, Workshops und Diskussionsforen. Themen wie zeitgemäße Lern- und Prüfungskulturen, die Erwartungen von Schülerinnen und Schülern an Schule von heute und morgen sowie der lernförderliche Einsatz von KI im Unterricht prägten die Agenda. Auch die Frage, wie berufliche Gymnasien als attraktive Alternative zu anderen Schulformen gestärkt werden können, wurde intensiv diskutiert.

Künstliche Intelligenz und moderne Prüfungsformate

„Die KI ist in der Schule nicht mehr wegzudenken. Verbote für die Schülerinnen und Schüler sind der völlig falsche Ansatz. Stattdessen müssen wir die Schüler zum richtigen und kritischen Umgang mit der KI befähigen“, sagte Dr. Jörg Weber, Leiter des Dietrich-Bonhoeffer-Berufskollegs, der mit dem Tagungsverlauf sehr zufrieden war: „Es wurde deutlich, dass sich viele Teilnehmende neue Prüfungsformate wünschen, zum Beispiel Hilfsmittel freie Teile, Teile mit KI-Einsatz und auch häufiger mündliche Prüfungen.“

Kulturelles Rahmenprogramm und positive Resonanz

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch den Besuch regionaler Wahrzeichen wie dem Hermannsdenkmal und dem LWL-Freilichtmuseum, die den Gästen die kulturelle Vielfalt des Kreises Lippe näherbrachten. „Viele waren zum ersten Mal zu Besuch im Lipperland und waren begeistert von unseren Sehenswürdigkeiten und der Landschaft. Die meisten wollen gerne wiederkommen“, berichtete Dr. Weber.

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