DGB NRW fordert von der Landesregierung entschlossene Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.

21. Nov. 2025 | Kurz notiert

Deutscher Gewerkschaftsbund zum Antigewalttag: 

DGB fordert entschlossenes Handeln gegen Gewalt an Frauen

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25. November hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Nordrhein-Westfalen die Landesregierung zu entschlossenem Handeln aufgefordert. Anke Unger, stellvertretende DGB NRW-Vorsitzende, betonte die Dringlichkeit, struktureller und alltäglicher Gewalt gegen Frauen und Mädchen entgegenzutreten: „Gewalt gegen Frauen ist kein Randthema, sie geschieht mitten in unserer Gesellschaft – jeden Tag und überall.“

Kritik an mangelndem politischen Handeln

Unger anerkannte zwar, dass die Landesregierung das Thema mittels einer aktuellen Studie des Landeskriminalamtes in den Fokus gerückt und das Ausmaß der Gewalt erstmals öffentlich beziffert habe. Doch leider folge aus diesen erschreckenden Befunden bisher kein ausreichendes politisches Handeln. Insbesondere der geplante Landeshaushalt für 2026 stößt auf heftige Kritik: Die Hilfsstrukturen in NRW sollen weiterhin massiv unterfinanziert bleiben.

Folgen der Unterfinanzierung

Die fehlende Dynamisierung der Mittel führe dazu, dass Einrichtungen weder die steigenden Inflationskosten decken können, noch in den dringend benötigten Aufbau weiterer Schutz- und Frauenberatungsstellen investiert werde. Dies komme einer faktischen Kürzung gleich, warnt der DGB. „So darf es nicht weitergehen!“, mahnte Unger mit Blick auf das Anfang 2025 verabschiedete Gewalthilfegesetz.

Forderungen und Ausblick

Ab dem 1. Januar 2027 sind die Bundesländer gesetzlich verpflichtet, ein flächendeckendes Netz an Schutz- und Beratungsangeboten bereitzustellen. „Davon sind wir in NRW noch weit entfernt“, stellte Unger fest. Die Gewerkschaft fordert die Landesregierung auf, die bestehenden finanziellen Lücken im Gewalthilfesystem dringend zu schließen, um Frauen Sicherheit, Schutz und Würde zu gewährleisten und ihrer Verantwortung endlich gerecht zu werden.

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