Leopoldshöhe und Schweina beleben Städtepartnerschaft neu

8. Juli 2026 | Leopoldshöhe

Schloss Altenstein, ein großes, steinernes Gebäude mit Türmen und grünem Dach, umgeben von weitläufigen Parkanlagen mit

Partnerschaftsverein Leopoldshöhe zu Gast in Thüringen für intensiven Austausch und Zukunftsplanung

Um die seit 1990 bestehende Partnerschaft zwischen Leopoldshöhe und der Thüringer Gemeinde Schweina neu zu beleben, besuchte eine elfköpfige Delegation des Partnerschaftsvereins Leopoldshöhe e.V. am Wochenende des 4./ 5.7.2026 die Partnergemeinde. Das erklärte Ziel war, den persönlichen Austausch und die gegenseitige Verbundenheit wieder zu stärken.

Kulturelle Entdeckungen und herzliche Begegnungen

Der Besuch begann mit einem herzlichen Empfang durch den Ortsteilbeauftragten Thomas Mieling und die Bürgermeisterin von Bad Liebenstein, Susanne Rakowski. Nach einem gemeinsamen Mittagessen erkundete die Delegation den historischen Schlosspark Altenstein, einen der bedeutendsten Landschaftsparks Deutschlands, bekannt für seine Schönheit und Ausblicke. Anschließend folgte ein Abstieg in die Altensteiner Höhle, eine der ältesten Schauhöhlen Deutschlands, die mit ihren faszinierenden Felsformationen beeindruckte. Der erste Tag fand seinen gemütlichen Ausklang beim traditionellen Höhlenfest, das reichlich Gelegenheit für persönliche Gespräche bot.

Ehrenamt als Motor der Gemeinschaft

Der Sonntag stand ganz im Zeichen des lokalen Engagements. Die Delegation besuchte die JugendKunstschule Schweina, die ein breites Spektrum an kreativen Kursen und generationsübergreifenden Projekten anbietet. Hier erhielten sie Einblicke in die Arbeit der Ehrenamtlichen, insbesondere bei einem Nähkurs für Kinder. Direkt angrenzend dient das Kulturcafé „frösch“ als offener Treffpunkt. Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung des historischen Gebäudes „Krone“, dass bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht und von der Bürgerinitiative Krone Schweina e.V. mit großem Aufwand restauriert wird. Dieses Engagement wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Zum Abschluss des Besuchs in Schweina stellte Vaiko Weyh die Simson Schrauberwerkstatt vor, ein Projekt, das handwerkliche Ausbildung, Jugendarbeit und generationsübergreifenden Austausch erfolgreich miteinander verbindet und einen wichtigen Treffpunkt darstellt.

Während des gesamten Wochenendes wurde die tiefe Verwurzelung des ehrenamtlichen Engagements in Schweina offensichtlich. Ob in der Kunstschule, der Bürgerinitiative „Krone“, der Schrauberwerkstatt oder den zahlreichen Vereinen – Bürgerinnen und Bürger investieren ihre Freizeit, um das Gemeinwesen aktiv mitzugestalten. Dieses lebendige Miteinander ist die tragende Säule des Dorflebens und verdient höchste Anerkennung.

Partnerschaft mit Blick in die Zukunft

Die Verantwortlichen beider Gemeinden sehen großes Potenzial, die Partnerschaft künftig mit gemeinsamen Projekten und regelmäßigen Begegnungen weiter zu intensivieren. Eine verlässliche Konstante über die Jahre hinweg bildete dabei stets die enge Verbindung zwischen den Freiwilligen Feuerwehren beider Orte.

Auf der Heimreise besuchte die Delegation die Gedenkstätte Point Alpha, die eindringlich an die deutsche Teilung erinnert. Dieser Besuch unterstrich noch einmal den unverzichtbaren Wert von Begegnung, Verständigung und gelebten Partnerschaften in der heutigen Zeit und bildete einen würdigen Abschluss für ein inspirierendes Wochenende voller gemeinsamer Erlebnisse und zukunftsorientierter Gespräche.

Zwölf Personen mit weißen Schutzhelmen stehen auf Steinstufen vor einem Stolleneingang aus Stein
Vor der Altensteiner Höhle: (hinten, v.l.) Klaus Wittemeier, Stefan Diestelhorst, Thomas Mieling, Volker Wattenberg, Christiane Wattenberg, Heidi Lambracht, Frank Braukhoff, Eleni Konstantinidis sowie (vorne, v.l.) Heinrich Tyart, Karin Tyart, Angela Wittemeier und Marion Diestelhorst.
Braunes Schild mit Karte von Europa und geteiltem Deutschland, dazu der Text 'Hier waren Deutschland und Europa bis
Das Hinweisschild an der ehemaligen innerdeutschen Grenze erinnert an die Teilung Europas undunterstreicht die Bedeutung von Städtepartnerschaften für Verständigung, Frieden und ein geeintes Europa.
Drei lächelnde Frauen zeigen im Grünen auf ein Partnerschaftsschild mit Schweina, Leopoldshöhe und Łambinowice
Ein Foto der Verbundenheit: Am Partnerschaftsschild in Schweina.
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