
Luftaufnahme vom neuen, innovativen Heizkraftwerk und Wärmespeicher an der Ziegelstraße. Foto: © Stadtwerke Bad Salzuflen
Wärme-Transformation auf der Zielgeraden
Die Stadtwerke Bad Salzuflen stehen kurz vor der Inbetriebnahme des ersten innovativen Heizsystems im Herbst dieses Jahres. Das Mammutprojekt zur Transformation der Wärmeversorgung in Bad Salzuflen erreicht einen Meilenstein mit dem planmäßigen Fortschritt bei drei innovativen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (iKWK), die das technologische Rückgrat für die klimafreundliche Wärme der Stadt bilden.
Ziel des ambitionierten Großprojekts ist es, hocheffiziente Blockheizkraftwerke (BHKW) mit Großwärmepumpen und einer modernen Power-to-Heat-Anlage zu verknüpfen. So kann überschüssiger Strom aus Wind und Sonne direkt in grüne Wärme für lokale Haushalte umgewandelt werden.
„Wenn Wind und Sonne viel Strom liefern, können wir diese Energie auch unmittelbar für die Wärmeversorgung unserer Haushalte nutzen“, erklärt Volker Stammer, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Salzuflen. „Die lokalen Anlagen sichern nicht nur eine zuverlässige Wärmeversorgung, sie schaffen regionale Wertschöpfung und machen die Stadt unabhängiger von fossilen Brennstoffen.“ Die Großwärmepumpen gewinnen aus dem geklärten Abwasser der städtischen Kläranlage die Wärmeenergie und werden sogar ausschließlich mit Ökostrom betrieben. Jährlich können so 17.000 Tonnen CO2 eingespart werden.
Erfolgreiche Meilensteine und anstehender Probebetrieb
Das Projekt schreitet planmäßig voran: Ein wichtiger Zwischenschritt wurde bereits erfolgreich gemeistert – die Befüllung des 1.500 Kubikmeter Wärmespeichers ist vollständig abgeschlossen. Damit sind die technischen Voraussetzungen für die anstehende Testphase geschaffen.
Bis Ende August werden die zentralen Einzelkomponenten, darunter die Großwärmepumpen, die Power-to-Heat-Anlage und das Blockheizkraftwerk, im Rahmen eines intensiven Probebetriebs auf Herz und Nieren getestet. Nach diesem Probelauf planen die Stadtwerke eine offizielle Inbetriebnahme der ersten innovativen Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (iKWK) der Stadtwerke Bad Salzuflen im Herbst dieses Jahres.
Gleich zwei weitere iKWK-Systeme werden im Anschluss und zeitlich versetzt in diesem Jahr folgen. Dazu werden die BHKW-Anlagen der Heizkraftwerke Staatsbad und Hoffmann ausgetauscht und so für die Zukunft fit gemacht. „Mit diesen Mammutprojekten machen wir einen großen Schritt zur grünen Wärmeversorgung in Bad Salzuflen“ erklärt Stadtwerke-Chef Volker Stammer. „Wir erhöhen dadurch unsere Versorgungssicherheit und machen uns wirtschaftlich stärker und unabhängiger“ so Stammer.
Verlaufen alle weiteren Bau- und Testphasen weiterhin nach Plan, steuern die Stadtwerke Bad Salzuflen auf den finalen Projektabschluss zu: Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für November 2026 vorgesehen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel des Projekts der Stadtwerke Bad Salzuflen?
Ziel des ambitionierten Großprojekts ist es, hocheffiziente Blockheizkraftwerke (BHKW) mit Großwärmepumpen und einer modernen Power-to-Heat-Anlage zu verknüpfen. So kann überschüssiger Strom aus Wind und Sonne direkt in grüne Wärme für lokale Haushalte umgewandelt werden.
Wann wird die erste innovative Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Betrieb genommen?
Die Stadtwerke Bad Salzuflen planen die offizielle Inbetriebnahme der ersten innovativen Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (iKWK) im Herbst dieses Jahres, nach einem intensiven Probebetrieb, der bis Ende August läuft.
Welche Vorteile sieht Geschäftsführer Volker Stammer in dem neuen Heizsystem?
Volker Stammer, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Salzuflen, erklärt, dass die lokalen Anlagen eine zuverlässige Wärmeversorgung sichern, regionale Wertschöpfung schaffen und die Stadt unabhängiger von fossilen Brennstoffen machen. Zudem ermöglichen sie die Nutzung von überschüssigem Strom aus Wind und Sonne für die Wärmeversorgung.
Wie hoch ist die geplante CO2-Einsparung durch das Projekt?
Jährlich können durch die Nutzung der Großwärmepumpen, die aus geklärtem Abwasser Wärme gewinnen und mit Ökostrom betrieben werden, rund 17.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

