
Heimat- und Verschönerungsvereins Bad Salzuflen
Auf den Spuren von Karl Ernst Osthaus ging es für eine Gruppe des Heimat- und Verschönerungsvereins Bad Salzuflen nach Hagen.
Das Osthaus Museum Hagen
Denn der Beginn des international bekannten Folkwang Museums Essen liegt in Hagen. Karl Ernst Osthaus gründete hier 1902 in seiner Geburtsstadt das erste private Folkwang Museum. Seit 1955 befindet sich das Osthaus Museum Hagen in den ehemaligen Räumen dieses Folkwang-Museums, die Karl Ernst Osthaus von dem belgischen Architekten Henry van de Velde hatte ausgestalten lassen. Diese einzigartige Architektur aus der Zeit des Jugendstils bildet heute die Kulisse für zeitgenössische Kunstwerke, aber auch von Bildern und Skulpturen, die in Erinnerung an den Gründer und seine damaligen Einkäufe nachträglich erworben wurden. Es findet sich dort u.a. eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Südwestfalens. Sie umfasst Werke der Klassischen Moderne und der Gegenwartskunst. Im Rahmen einer Führung im und außerhalb des Hauses wurde die Idee und das Konzept des Museums und der bedeutenden Sammlung erläutert.
Die Künstlervillen und der Hohenhof
Danach ging es in den Villen Vorort Hagen-Eppendorf – zum Haus Hohenhof. Nach einem kleinen Mittagsimbiss unter freiem Himmel führte Brigitte Scheuer die Teilnehmer zu den benachbarten Künstlervillen am Stirnband, die nach einer Idee von Karl Ernst August mit namhaften Architekten der damaligen Zeit um 1906 geplant und gebaut wurden. Monumentale, beeindruckende Gebäude in gepflegten Gärten, mit hellen, lichtdurchfluteten Räumen und Atelierräumen für die Künstler beeindruckten die Heimatfreunde.
Anschließend besuchten sie die imposante Villa mit großer Gartenanlage: Haus Hohenhof. Hier lebte der Begründer der Folkwang Idee mit seiner Familie. Auch sein Wohnhaus, den Hohenhof, ließ er von dem flämischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen. Heute zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk. Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“. Garten-u. Parkanlage mit dem Grabmal, vervollständigen das denkmalpflegerische Ensemble. Das Grabmal, ein Kunstwerk besonderer Art wurde auf Wunsch der Stadt Hagen zum 50. Todestag von Karl Ernst Osthaus aus Meran in den Garten das Hauses Hohenhof transloziert.
Ausblick: Würdigung in Hagen
Die Idee dieses Mannes, der bereits mit 46 Jahren verstarb, und die zahlreichen Errungenschaften sind für die Stadt Hagen ein bedeutender Schatz. Dieser soll insbesondere im nächsten Jahr im Rahmen der Landesgartenschau 2027 besonders gewürdigt werden. Für einige Teilnehmer ein Grund mehr nach Hagen zurück zu kommen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Bedeutung von Karl Ernst Osthaus für Hagen?
Karl Ernst Osthaus gründete 1902 in seiner Geburtsstadt Hagen das erste private Folkwang Museum. Seine Vision prägte zudem die Entwicklung von Jugendstil-Architektur wie dem Haus Hohenhof und den Künstlervillen. Die Stadt Hagen betrachtet seine Errungenschaften als bedeutenden Schatz und plant eine besondere Würdigung im Rahmen der Landesgartenschau 2027.
Was ist heute im ehemaligen Folkwang Museum in Hagen untergebracht?
In den ehemaligen Räumen des 1902 von Karl Ernst Osthaus gegründeten Folkwang Museums in Hagen befindet sich seit 1955 das Osthaus Museum Hagen. Es zeigt zeitgenössische Kunstwerke sowie Bilder und Skulpturen, die an den Gründer und seine damaligen Einkäufe erinnern, und beherbergt eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Südwestfalens.
Was ist das Haus Hohenhof?
Das Haus Hohenhof in Hagen-Eppendorf war das Wohnhaus von Karl Ernst Osthaus und seiner Familie. Es wurde 1906/08 von dem flämischen Künstler-Architekten Henry van de Velde erbaut und gilt architekturgeschichtlich als eines der bedeutendsten Jugendstil-Gesamtkunstwerke Europas.
Wann und wie wird Karl Ernst Osthaus in Hagen gewürdigt?
Die Errungenschaften von Karl Ernst Osthaus sollen im nächsten Jahr im Rahmen der Landesgartenschau 2027 in Hagen besonders gewürdigt werden.



