
Weltkrebstag am 4.2.2026 - Wird Krebs früh erkannt, steigen die Heilungschancen deutlich. Deshalb sollten Frauen und Männer in Bielefeld die Angebote zur Früherkennung nutzen. Foto: AOK/Colourbox/hfr
AOK NordWest appelliert eindringlich an die Bevölkerung zur Wahrnehmung der kostenfreien Krebs-Früherkennungsuntersuchungen
Kreis Lippe / Bielefeld. Anlässlich des bevorstehenden Weltkrebstages am Dienstag, den 4.2.2026, richtet die AOK NordWest einen dringenden Appell an die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Lippe. Trotz der unbestreitbaren medizinischen Vorteile vernachlässigen weiterhin zu viele Menschen die Möglichkeiten der Krebsvorsorge. „Wenn Krebs frühzeitig erkannt wird, steigen die Heilungschancen deutlich. Deshalb sollten Frauen und Männer die Chance der frühen Diagnostik unbedingt nutzen“, betont AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner. Eine aktuelle Datenauswertung der Gesundheitskasse zeichnet jedoch ein bedenkliches Bild der aktuellen Inanspruchnahme.
Im Jahr 2024 ließen im Kreis Lippe nur 22,7 Prozent der Männer über 45 Jahre die empfohlene Krebs-Früherkennungsuntersuchung durchführen. Auch bei den Frauen ab 20 Jahren liegt die Quote mit 37,8 Prozent auf einem unzureichenden Niveau. Die Zahlen im benachbarten Bielefeld stellen sich mit 23,1 Prozent bei den Männern und 39,8 Prozent bei den Frauen nur unwesentlich besser dar. „Nach wie vor ist noch viel Luft nach oben. Es ist einfach viel zu wenig, wenn nur jeder vierte Mann und ungefähr jede dritte Frau zur Vorsorge geht“, kommentiert Wehmhöner die Statistik.
Früherkennung rettet Leben
Der AOK-Regionsleiter ruft dazu auf, vereinbarte Arzttermine konsequent einzuhalten und ausgefallene Untersuchungen schnellstens nachzuholen. Die Krebsvorsorge ermöglicht es, bösartige Veränderungen bereits in frühen Stadien zu entdecken – oft lange bevor überhaupt körperliche Beschwerden auftreten. Dies ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg möglicher Therapien. Ein wichtiges Argument für alle Versicherten: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese lebenswichtigen Untersuchungen vollständig, sodass keine finanzielle Hürde besteht.
Digitale Unterstützung durch den ‚Vorsorg-O-Mat‘
Damit Versicherte ihre Gesundheitstermine besser im Blick behalten, hat die AOK das digitale Tool ‚Vorsorg-O-Mat‘ entwickelt. Dieses Online-Angebot informiert detailliert über Ablauf und Nutzen der Screenings, zeigt individuelle Fälligkeiten auf und hilft bei der Suche nach Fachärzten. Zudem erstellt das Programm einen persönlichen Vorsorgeplan. „Es ist wichtig, die eigene Gesundheit aktiv im Blick zu behalten. Wir möchten die Menschen motivieren, die gesetzlich vorgesehenen Untersuchungen wahrzunehmen“, so Wehmhöner. Weitere Informationen sind unter www.aok.de/tagderkrebsvorsorge verfügbar.
Umfassendes Angebot für Männer und Frauen
Das Leistungsspektrum der gesetzlichen Vorsorge ist breit gefächert. Junge Frauen ab 20 Jahren können jährlich einen gynäkologischen Check inklusive Abstrich nutzen. Ab dem 30. Lebensjahr ist zusätzlich ein Abtasten der Brust und der Achselhöhlen vorgesehen, ab 35 Jahren erfolgt zudem alle drei Jahre ein Test auf humane Papillomviren (HPV). Männer haben ab dem Alter von 45 Jahren einen jährlichen Anspruch auf Untersuchungen zur Früherkennung. Dazu gehören unter anderem die Untersuchung der Prostata und der äußeren Geschlechtsorgane sowie das Abtasten der regionären Lymphknoten.
