Im Kreis Lippe gab es im ersten Halbjahr 2025 bereits 113 und in Bielefeld 74 Rotavirus-Infektionen. Foto: AOK/Colourbox/hfr
AOK NordWest warnt vor starkem Anstieg der Rotavirus-Fälle in Lippe und Bielefeld
Im Kreis Lippe und Bielefeld explodieren die Rotavirus-Fälle: In der ersten Jahreshälfte 2025 wurden bereits mehr Infektionen gemeldet als im gesamten Jahr 2024, wie eine AOK NordWest-Analyse (basierend auf RKI-Zahlen) belegt.
Die Zahlen sind alarmierend: Lippe stieg von 32 (H1 2024) auf 113 (H1 2025), Bielefeld von 62 auf 74. AOK-Serviceregionsleiter Wehmhöner appelliert: „Eltern sollten unbedingt die empfohlenen Impfungen für Säuglinge und Kleinkinder nutzen und auf strenge Hygiene achten.“
Rotaviren: Lebensgefahr durch Flüssigkeitsverlust
Rotaviren verursachen schwere Durchfälle und Erbrechen. Für Säuglinge und Kleinkinder kann der Flüssigkeits- und Salzverlust lebensbedrohlich sein. Spezifische Medikamente gibt es nicht; nur symptomatische Behandlung.
STIKO empfiehlt Schluckimpfung
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Schluckimpfung für Säuglinge. Kosten trägt die Krankenkasse. Zwei bis drei Dosen sind je nach Impfstoff nötig.
Hygiene schützt effektiv
Rotaviren sind hoch ansteckend und verbreiten sich per Schmierinfektion (Hände, kontaminierte Gegenstände). Gefährdet: Kinder, Senioren und Immungeschwächte. „Gründliches Händewaschen und viruzide Desinfektionsmittel sind essenziell“, betont Wehmhöner. Weitere Infos unter www.aok.de/nw in der Rubrik Leistungen & Services.