
Oft wird einfach unbedacht zu promillehaltigen Getränken gegriffen. Deshalb ist es wichtig, ab und zu die eigenen Trinkgewohnheiten zu hinterfragen. Foto: AOK/Colourbox/hfr
Gesellschaftliche Verharmlosung und gravierende Gesundheitsrisiken werden unterschätzt
Die AOK NordWest meldet alarmierende Zahlen: Im Kreis Lippe gingen 5.448, in Bielefeld 7.142 Arbeitstage durch Alkoholprobleme AOK-Versicherter verloren. AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner warnt: „Regelmäßiger Alkoholkonsum ist ein wesentlicher Risikofaktor für chronische Krankheiten.“ Risiken und Suchtpotenzial werden oft unterschätzt; hohe Dunkelziffer vermutet.
Vorteile von Abstinenz und Alkoholschäden
Alkoholverzicht entlastet Körper/Seele: Es stärkt Herz-Kreislauf-System, entlastet Magen/Leber, verbessert Schlaf, Blutdruck, Konzentration, Körpergewicht. Krebsrisiko sinkt, Immunsystem wird gestärkt. Alkohol ist ein Zellgift, das alle Organe schädigt, besonders das Gehirn bis 25 Jahre. Wehmhöner: „Alkoholsucht ist eine zerstörerische Krankheit mit weitreichenden Auswirkungen auf Gesundheit, Psyche, soziale Beziehungen und Beruf.“ Alkoholkonsum erhöht Risiko für Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Probleme, Lebererkrankungen. Riskante Mengen mindern Lebensqualität.
Empfehlungen: Keine risikofreie Menge
Das Problem wird unterschätzt, da Alkohol leicht verfügbar und gesellschaftlich akzeptiert ist. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) empfiehlt: Es gibt keine risikofreie Alkoholmenge. Hohe Mengen sind zu meiden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) stuft geringe wöchentliche Mengen als „risikoarm“ ein. Für Kinder, Jugendliche, Schwangere, Stillende ist vollständige Abstinenz zwingend.
Häufig gestellte Fragen
Welche Regionen und wie viele Arbeitstage sind von alkoholbedingten Fehltagen betroffen?
Laut AOK NordWest gingen im Kreis Lippe 5.448 und in Bielefeld 7.142 Arbeitstage AOK-Versicherter durch Alkoholprobleme verloren.
Welche gesundheitlichen Risiken sind mit Alkoholkonsum verbunden?
Regelmäßiger Alkoholkonsum ist laut AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner ein wesentlicher Risikofaktor für chronische Krankheiten. Alkohol ist ein Zellgift, das alle Organe schädigt, erhöht das Risiko für Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Probleme und Lebererkrankungen und kann das Gehirn besonders bis zum Alter von 25 Jahren schädigen.
Gibt es eine risikofreie Menge Alkohol?
Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) empfiehlt, dass es keine risikofreie Alkoholmenge gibt und hohe Mengen zu meiden sind. Für Kinder, Jugendliche, Schwangere und Stillende ist vollständige Abstinenz zwingend.

