
Eine überaus gelungene, geradezu „dramalamatische“ Premiere erlebte die Aufführung des selbst entwickelten Musicals. 60 Schülerinnen und Schüler wirkten mit, zahlreiche Eltern unterstützten das Vorhaben. Foto: Privat
Das „Dramalama“ begeisterte
Oerlinghausen (kd). Die monatelangen Proben haben sich ausgezahlt: 60 Schülerinnen und Schüler des Grundschulverbunds Oerlinghausen erhielten viel Applaus für ihren Auftritt im „dramaLAMAtischen Musical“. Bei zwei Vorstellungen am Hauptstandort in der Südstadt erzählten sie die Geschichte rund um das Dramalama. Jeweils rund 200 Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten die Eigenproduktion der beiden Lehrerinnen Janine Gütlinger und Katharina Wagner.
Die Geschichte des Dramalamas
Das Lama, dargestellt von Leni Prinzensing und am nächsten Tag von Friederike Brinkmann, konnte mit keiner Jahreszeit etwas anfangen – außer mit dem Sommer. Die Lamagroupies, die Coolkids und Sybille, die Grille, waren zunehmend genervt von dem ständigen Lama-Drama. Mit viel Gesang, Schauspiel und Tänzen, die durch eine beeindruckende Lichtshow und einem digitalen Bühnenbild in Szene gesetzt wurden, gelang es ihnen schließlich, dem Lama klarzumachen, dass zu viel Drama dem Karma schadet und es guttut, das Leben etwas leichter zu nehmen.
Die Entstehung des Musicals
„Das Musical soll einfach viel Spaß machen“, erklärten die beiden Initiatorinnen. Die Idee zur Hauptfigur entstand bereits im vergangenen Schuljahr. Nach einer besonders dramatischen Unterrichtsstunde sagte Gütlinger scherzhaft zu ihrer Musikkollegin Wagner, sie solle doch einmal ein Lied über ein Dramalama schreiben.
Aus diesem Einfall entwickelte sich in den folgenden 15 Monaten Schritt für Schritt ein kleines Kindermusical. Was im vorherigen Schuljahr mit einem Musikvideo zum Titelsong „Heut‘ ist wieder Dramalama-Tag“ begann, wuchs schließlich zu einem Bühnenprojekt heran.
Kreative Köpfe und Talente
Während Gütlinger die meisten Figuren entwickelte und für die gesamte visuelle Gestaltung verantwortlich war, komponierte Wagner die Musik und studierte die Lieder mit den Kindern ein. „Die meisten Ideen entwickelten sich im Alltag, wenn wir über irgendetwas lachen mussten“, berichtete Wagner. Dabei lieferten auch die Schülerinnen und Schüler immer wieder neue Inspirationen für das Projekt. So entstand auch die Figur der „Traumsybille“, denn Lynn Christke, Ella Flormann und Lia Rendulic überzeugten beim Vorsingen mit einer besonders verträumten Interpretation. Dass die Rocking Beatles (Dan Sander, Nele Landerbarthold und Leon Wichmann) mit ihrem von Hardrock inspirierten Stilbruch im Song „Kein Drama mehr“ zu den heimlichen Stars des Musicals wurden, war kein Zufall, sondern das Ergebnis monatelanger Arbeit.
Umfassende Unterstützung
Zahlreiche Eltern unterstützten das Projekt bei der Gestaltung der Kostüme, von denen viele sogar selbst genäht wurden. Robin Winkler, der Onkel eines Schülers, half maßgeblich bei der Installation und dem Einsatz neuer Headsets, Mikrofone und eines Mischpults, die der Förderverein des Hauptstandortes finanziert hat. Mit dem neuen E-Piano der Schule wurden die Playbacks für die Lieder im digitalen Tonstudio erstellt. An den beiden Vorstellungsabenden unterstützte der Förderverein mit einem Catering, Kolleginnen aus der OGS und Eltern halfen beim Organisieren, Schminken und beim Verkauf von Musicalbüchern und Stickern.
Begeisterte Teilnehmer und Herzensprojekt
„Alle Kinder waren mit voller Begeisterung dabei“, freuten sich die beiden Lehrerinnen. Es hätten sich echte Gesangstalente gezeigt, die ihre Soloauftritte und den Gesang im Chor großartig gemeistert haben. Bei der Lichttechnik bewährten sich Hannes und Jonah Stölting sowie Hlib Matsokin, Aaron Aroussi und Besjan Sulejmani. Die beiden Kolleginnen und dramalamatischen Freundinnen selbst investierten unzählige Stunden in das Projekt. Musik und visuelle Gestaltung verschmolzen zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk. „Alles für unser gemeinsames Herzensprojekt mit den Kindern“, sagten die beiden.

