
Als erstes ist der Rothirsch in der Brunftzeit im Tierpark Olderdissen aktiv. Foto: Jörg Buschmann.
Naturspektakel im Tierpark Olderdissen
Die Hirschbrunft beginnt im Heimat-Tierpark Olderdissen
Die Hirschbrunft, die jährliche Paarungszeit, hat im Heimat-Tierpark Olderdissen in Bielefeld begonnen. Ende September bis Anfang Oktober verwandelt sich der Wald in eine Bühne eindrucksvoller Naturschauspiele. Tierparkleiter Dr. Benjamin Ibler lädt Besucher ein: „Der Rothirsch macht den Anfang, gefolgt vom Sikawild, ehe das Damwild ab der zweiten Oktoberhälfte den Abschluss macht.“
Die Brunft der Rothirsche: Zeichen des Herbstbeginns
Die Brunft der Rothirsche ist ein klares Zeichen für den Herbstbeginn. Kalte Nächte und neblige Morgen steigern die Aktivität. Der Platzhirsch, der sein Revier kontrolliert, nimmt kaum Nahrung auf und kann bis zu 20 kg Körpermasse verlieren. Tierparkleiter Ibler weist auch auf das archaische Urin-Markierungsverhalten hin: Hirsche wälzen sich in selbst gegrabenen, mit Urin gefüllten Kuhlen, um Revier und Paarungswilligkeit zu signalisieren.
Geweih und Röhren: Imponiergehabe der Hirsche
Ein stattliches Geweih ist im Werben entscheidend. Das markante Röhren kennzeichnet den Brunftplatz und soll Konkurrenten einschüchtern, da ein mächtiger Brustkorb als Resonanzkörper Körperkraft signalisiert. Bei Annäherung eines Rivalen zeigen Hirsche im Imponierschritt ihre Flanken. Meist werden Konkurrenten durch die Lautstärke der Schreie vertrieben; Kämpfe sind selten, besonders da in Bielefeld nur ein erwachsener Rothirsch lebt.
Besuchertipps: Das Spektakel live erleben
„Wer das imposante Röhren live erleben möchte, sollte den Tierpark in den kommenden Tagen besuchen“, rät Dr. Ibler, da die Brunftzeit schnell endet. Sein Tipp: Besonders in den frühen Morgenstunden oder am Abend ist es vernehmbar. Die Brunft des Sikahirsches (Stöhnen) und des Damwilds (Prellsprünge) ist weniger spektakulär, aber sehenswert.



