Dr. Franz Kohlhuber von der Deutschen Krebshilfe (mit symbolischem Scheck) war hocherfreut über die hohe Spendensumme und bedankte sich für die langjährige finanzielle Unterstützung. Foto: kd
Abschied mit höchster Spendensumme
Oerlinghausen (kd). Die Großveranstaltungen unter dem Motto „Rock gegen Krebs“ in Oerlinghausen werden nicht fortgesetzt. Der gleichnamige Verein löst sich auf. Bei der Dankeschön Party für die zahlreicher Helfer blickte der Vorsitzende Klaus Büker etwas wehmütig zurück, meinte aber: „Wir haben viel erreicht, mehr als wir jemals gedacht haben.“ Der letzte Konzertabend erzielte ein Rekord-Spendenergebnis.
Persönliche Rückblicke und Begegnungen
Die zurückliegenden 20 Jahre seien auch für ihn selbst bereichernd gewesen, meinte Büker. „Ich habe viele Idole meiner Jugend persönlich kennengelernt.“ Mit Drafi Deutscher hat er Wodka getrunken, mit Andreas Gabalier über Großmütter gesprochen und selbst mit britischen Bands unterhielt er sich problemlos – „obwohl ich kein Englisch kann“. Darüber hinaus konnte auch der eigentliche Zweck der Wohltätigkeitskonzerte erfüllt werden. Zum Abschluss wurde ein besonderer Erfolg erzielt werden.
Rekordsumme für den wohltätigen Zweck
„Es wurden insgesamt 21.332 Euro gespendet“, teilte die Kassenwartin Irene Krause mit. „Das ist die höchste Summe, die jemals zusammengekommen ist.“ Von dem Betrag gehen 16.832 Euro an die Deutsche Krebshilfe, ferner werden das Deutsche Rote Kreuz, die Schützengesellschaft, der TSV Oerlinghausen und die Freiwillige Feuerwehr für ihre aktive Unterstützung bedacht. Ferner wird ein unterhaltsamer Nachmittag in einer Kinderkrebsklinik in Bad Oexen finanziert.
Bedeutung für die Krebsforschung
„Ich kannte Oerlinghausen vorher nicht, aber im Laufe der Zeit habe ich gemerkt: Dieser Ort ist etwas Besonderes“, meinte Dr. Franz Kohlhuber, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Die Arbeit sei ausschließlich auf Spenden angewiesen. Mit dem aktuellen Betrag könne ein Forschungsprojekt drei Jahre lang finanziert werden. Aktuell stehe die Früherkennung im Mittelpunkt. „Bei einer gesunden Lebensweise verringert sich das Krebsrisiko deutlich“, sagte er. „Wenn alle mitmachen, können die Fälle um 40 Prozent sinken.“
Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement
Mit Mitstreiter der ersten Stunde bescheinigte Rudi Doil dem Initiator Büker eine besondere Hartnäckigkeit, Sponsoren zu gewinnen. Ex-Bürgermeister und Schirmherr Dirk Becker sprach von „wunderbaren Veranstaltungen“. Mit „Rock gegen Krebs“ sei etwas Gutes bewirkt worden für Menschen, denen es schlecht geht. Was Klaus Büker geleistet habe suche Seinesgleichen. Peter Heepmann, Nachfolger im Bürgermeisteramt, zitierte den Talmud: „Wer nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt.“