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WestfalenTarif informiert
Beschlüsse zur Preisanpassung und Finanzierung
Die Verkehrsministerkonferenz beschloss am 18.9.2025 eine Preiserhöhung des Deutschlandtickets auf 63 Euro ab dem 1.1.2026. Die Ministerpräsidenten beraten am 26.11.2025 darüber. Bund und Länder sichern bis 2030 jährlich 1,5 Mrd. Euro zu, ohne Dynamisierung. Unverbrauchte Bundesmittel können ins Folgejahr übertragen werden.
Zukünftige Preisentwicklung und Mittelverteilung
Ab 2027 wird der Preis des Deutschlandtickets über einen Kostenindex (Personal-, Energiekosten) dynamisiert, dessen Details bis Ende Oktober 2025 vorliegen sollen. Mehrerlöse sollen Preisanstiege dämpfen. Bundesmittel werden ab 2026 nach tatsächlichen Ausgleichen an Verkehrsunternehmen verteilt.
Bewertung und Forderungen für die Zukunft
Dr. Oliver Mietzsch und Matthias Hehl (beide Geschäftsführer der WestfalenTarif GmbH) bewerten: Die Preiserhöhung schließt die 800 Mio. Euro Finanzierungslücke und sichert das Verkehrsangebot. Da die Bund-Länder-Mittel „eingefroren“ sind, müssen inflationsbedingte Kostensteigerungen zukünftig über den Ticketpreis ausgeglichen werden.
Ein verbessertes Verkehrsangebot ist entscheidend für den Erfolg des Deutschlandtickets. Dafür sind eine auskömmliche Finanzierung und dauerhaft erhöhte Regionalisierungsmittel nötig.
Mietzsch und Hehl betonen: „Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten, doch eine langfristige Finanzierungs- und Planungssicherheit ist unumgänglich.“
Ausgleichsmodell für Aufgabenträger
Ab 2026 erhalten Aufgabenträger einen pauschalen Ausgleich für das Deutschlandticket, basierend auf dem Leipziger Modell (Einnahmenaufteilung nach Postleitzahl/Hochschulstandort). Diese Pauschalen werden 2027 überprüft.



