Grüne stellen keinen stellvertretenden Bürgermeister mehr

21. Nov. 2025 | Leopoldshöhe

Konstituierende Sitzung des Leopoldshöher Rates

Leopoldshöhe (rto). Mit einem technischen Defekt startete die erste Sitzung des neuen Rates in seine Legislatur. Es gab nur ein Mikrofon, die Technik war über die langen sitzungsfreien Raum ausgefallen.

Im Vordergrund stand die Wahl der stellvertretenden Bürgermeister und die Verabschiedung der ausscheidenden Ratsmitglieder.

Zur Wahl der Stellvertreter gab es drei Listen. Auf der ersten gemeinsamen Liste von SPD, CDU und Grünen standen Klaus Fiedler(CDU), Jörg Amelung(SPD) und Christine Frevert(Grüne) auf der 2. Liste Alysan-Sarah von Wickern(BfL) und auf List 3 Frank Elbrächter(PUP).

Nach Auszählung der geheimen Wahl stand fest, dass die zwanzig Ja-Stimmen für die erste List nicht ausreichten für Christine Frevert. So wurde Frank Elbrächter mit neuen Stimmen für seine Liste 3. Stellvertretender Bürgermeister hinter Klaus Fideler und Jörg Amelung.

Von den zwanzig ausscheidenden Ratsmitgliedern waren nur 16 gekommen.

„Hier sitzen zusammen mehr als 200 Jahre Ratsarbeit“, Sagte Bürgermeister Martin Hoffmann. Dann rief er jeden einzeln auf, fand für jeden einige persönliche Worte des Dankes und überreichte ein Geschenk der Gemeinde.

Bei der Festlegung der zukünftigen Ausschüsse gab es Widerspruch der Grünen. Sie sehen den Umweltschutz in neuen Verkehrsausschuss untergehen. Gegen die vier geplanten Bürgerforen im Rathaus gab es anfänglich ebenfalls Widerstand der Grünen. Sie sehen diese lieber im Wechsel in den Ortsteilen, stimmten letztlich nach eingehender Diskussion dem Vorschlag der Verwaltung aber zu.

Am Ende der Sitzung richtetet der Bürgermeister einige persönliche Worte an den neun Rat.

„Der Wahlkampf wurde teils mit hartem Ton geführt. Ich hoffe, dass sich dies nicht auf die Ratsarbeit überträgt. Wir haben hier immer respektvoll zusammen gearbeitet“, sagte er und appellierte an die Gemeinsamkeit.

Der Respekt bestünde auch im Einhalten der Redezeiten, dem Ausreden lassen und der Suche nach Kompromissen. „Wir haben hier bei aller Unterschiedlichkeit immer sachlich und fachlich gute Arbeit für die Gemeinde geleistet“, so der Bürgermeister abschließend.

Sechzehn der insgesamt zwanzig ausscheidenden Ratsmitglieder. Für jeden fand der Bürgermeister persönliche Worte des Dankes.
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