
Begutachten den Baufortschritt (v.l.) an der Helpuper Grundschule: Manfred Stenzel (Bauleiter SBP Architekten), Marc Plaßmann (Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt/Stadt Oerlinghausen), Martin Böddeker (Hausmeister Grundschule Helpup), Ulrike Petersen (Direktorin Grundschule Helpup) sowie Marc Balsmeier (Bauherrenvertretung für die Stadt Oerlinghausen). Foto: Stadt Oerlinghausen
Zwei filigrane Brücken werden in den Sommerferien montiert und verbinden Alt- und Neubau des modernen Schulstandorts in Oerlinghausen
In Oerlinghausen, an der Grundschule Helpup, wird während der Sommerferien ein wichtiger Schritt zur Barrierefreiheit vollzogen: Zwei Verbindungsbrücken, die den neuen Erweiterungsbau mit den bestehenden Schulgebäuden verbinden, werden montiert. Damit nimmt das zukunftsweisende Gesamtkonzept für den modernen Schulstandort immer deutlichere Formen an.
Rückblick und aktueller Stand der Baumaßnahmen
Seit dem Beginn der umfangreichen Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen im Jahr 2023 hat sich auf dem Schulgelände viel verändert. Nach der Modernisierung der Bestandsgebäude und dem Abriss des alten Verwaltungsgebäudes entstand seit Herbst 2024 der neue Erweiterungsbau mit Verwaltung, Mensa und Räumen für die Offene Ganztagsschule (OGS). Mit dem Richtfest im Dezember 2025 wurde bereits ein wichtiger Bauabschnitt gefeiert. Nun folgt mit der Montage der beiden Brücken ein weiterer sichtbarer Schritt auf dem Weg zur Fertigstellung.
Die neuen Verbindungsbrücken: Funktion und Design
Die filigran gestalteten Brücken mit ihren großzügigen Glasfassaden verbinden künftig den Erweiterungsbau mit den beiden angrenzenden Bestandsgebäuden. Sie sind acht beziehungsweise elf Meter lang und bilden das Herzstück des neuen barrierefreien Erschließungskonzeptes der Schule. Über den Aufzug im Erweiterungsbau gelangen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Besucherinnen und Besucher künftig bequem in das Obergeschoss und von dort aus über die Brücken direkt in die oberen Etagen der bestehenden Schulgebäude.
Herausforderungen und Investitionen bei der Montage
Bevor die Brücken montiert werden konnten, mussten zunächst durch die Firma Kleinschlömer aus Paderborn passgenaue Öffnungen in die Außenwände der Bestandsgebäude hergestellt werden. Nun hebt ein Kran die einzelnen Stahlträger nacheinander an ihren vorgesehenen Platz, wo sie Stück für Stück miteinander verschraubt werden. Geliefert und montiert werden die Brücken von der Firma Brinkmann aus Lemgo. Die Investition beläuft sich auf rund 500.000,00 €.
„Die Montage der beiden Verbindungsbrücken ist einer der anspruchsvollsten Bauabschnitte des gesamten Projekts“, erläutert Projektleiter Marc Balsmeier. „Die Stahlkonstruktionen werden mit einem Kran millimetergenau eingehoben und anschließend vor Ort miteinander verschraubt. Zuvor mussten in den Bestandsgebäuden passgenaue Wandöffnungen hergestellt werden, damit die neuen Verbindungen überhaupt geschaffen werden konnten. Auch nach der Montage folgen noch weitere Arbeiten, etwa die Elektroinstallation innerhalb der Brücken sowie die Wiederherstellung der Bodenbeläge an den Übergängen.“
Nach der erfolgreichen Montage schließen sich diese Ausbauarbeiten an, bevor die neuen Verbindungen vollständig genutzt werden können.
Vorteile für die Schulgemeinschaft
„Mit den neuen Brücken verbinden wir nicht nur Gebäude miteinander, sondern schaffen einen echten Mehrwert für die gesamte Schulgemeinschaft“, betont Fachbereichsleiter Marc Plaßmann. „Gemeinsam mit dem Aufzug im Erweiterungsbau werden die oberen Etagen künftig barrierefrei erreichbar sein. Das ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Gesamtkonzeptes für die Grundschule Helpup. Schritt für Schritt entsteht hier ein moderner Schulstandort, der den Anforderungen an zeitgemäßen Unterricht und Ganztagsbetreuung langfristig gerecht wird.“
Nächste Schritte: Inbetriebnahme und weitere Bauphasen
Die Inbetriebnahme des neuen Erweiterungsgebäudes ist nach den Herbstferien vorgesehen. Zunächst werden die neuen Verwaltungsräume durch Schulleitung und Lehrkräfte bezogen, während die weiteren Bereiche des Gebäudes nach Abschluss der noch laufenden Ausbauarbeiten schrittweise folgen. Um den Schulbetrieb und die Arbeiten sicher voneinander zu trennen, bleiben das Treppenhaus sowie der Zugang zu den neuen OGS-Räumen zunächst gesperrt.
Mit jedem Baufortschritt wird sichtbar, wie die Grundschule Helpup Schritt für Schritt zu einem modernen Bildungsstandort zusammenwächst. Neue Lern- und Betreuungsräume, eine zeitgemäße Mensa, barrierefreie Wege und attraktiv gestaltete Außenanlagen schaffen künftig beste Voraussetzungen für Unterricht, Ganztagsbetreuung und das gemeinsame Schulleben. Parallel beginnen in der nächsten Zeit auch die Tiefbauarbeiten auf dem Schulgelände. Dabei werden die Entwässerungsleitungen erneuert, die Oberflächen neugestaltet sowie neue Park- und Sitzmöglichkeiten geschaffen. Mit der geplanten Inbetriebnahme der ersten Bereiche nach den Herbstferien rückt die Fertigstellung eines der größten Schulbauprojekte der Stadt Oerlinghausen ein weiteres Stück näher.
Häufig gestellte Fragen
Wann werden die Verbindungsbrücken an der Grundschule Helpup montiert?
Die beiden Verbindungsbrücken zwischen dem neuen Erweiterungsbau und den bestehenden Schulgebäuden der Grundschule Helpup werden während der Sommerferien montiert.
Welchen Nutzen bieten die neuen Verbindungsbrücken für die Schulgemeinschaft?
Die Brücken sind ein zentraler Bestandteil des barrierefreien Erschließungskonzeptes. Gemeinsam mit einem Aufzug ermöglichen sie den bequemen Zugang zu den oberen Etagen der bestehenden Schulgebäude für Schüler, Lehrkräfte und Besucher. Fachbereichsleiter Marc Plaßmann betont, dass dies einen echten Mehrwert für die Schulgemeinschaft schafft und die Schule den Anforderungen an zeitgemäßen Unterricht und Ganztagsbetreuung gerecht wird.
Wie hoch sind die Investitionskosten für die Montage der Brücken?
Die Investition für die Montage der beiden Verbindungsbrücken beläuft sich auf rund 500.000,00 €.
Wer ist an der Montage der Verbindungsbrücken beteiligt?
Die Firma Kleinschlömer aus Paderborn hat die passgenauen Öffnungen vorbereitet. Die Lieferung und Montage der Brücken erfolgt durch die Firma Brinkmann aus Lemgo. Projektleiter Marc Balsmeier koordiniert die anspruchsvollen Bauarbeiten.

