
Ein Grund zum Jubeln - TuS Lipperreihe feiert nach packendem Relegationsfinale den Aufstieg in die Landesliga. Fotos: Privat
Ein lang ersehnter Traum wird Wirklichkeit: TuS Lipperreihe feiert nach packendem Relegationsfinale den Aufstieg in die Landesliga
Der TuS Lipperreihe hat den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte gefeiert: Nach einem packenden und nervenaufreibenden Relegationsfinale am Sonntag, den 14.6.2026, auf der Sportanlage des SuS Kaiserau in Kamen setzte sich die Mannschaft souverän mit 3:1 (2:0) gegen den SV Horst-Emscher aus Gelsenkirchen durch. Damit ist der TuS Lipperreihe der einzige von zwölf Bezirksliga-Vizemeistern, der den Sprung in die Landesliga geschafft hat. Ein wahrhaft historischer Triumph, der eine außergewöhnliche Saison krönt.
Bereits die Anreise beider Teams mit Bussen unterstrich die Bedeutung der Partie. Auch die zahlreich mitgereisten Anhänger des TuS Lipperreihe sorgten von der ersten Minute an für eine elektrisierende Atmosphäre und lautstarke Unterstützung. Auf dem Platz begannen die Lipperreiher furios. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld trieb Rouven Schulz den Ball nach vorne, sein Schuss prallte von der Latte ab. Doch Marvin Schlepper reagierte am schnellsten und verwandelte den Abpraller präzise zum frühen 1:0 in der 6. Minute. Die Führung verlieh dem TuS zusätzliche Sicherheit.
Der TuS blieb die gefährlichere Mannschaft. Nach einem sehenswerten Angriff über die linke Seite setzte sich Fynn Mosebach gekonnt durch und spielte einen punktgenauen Querpass auf den mitgelaufenen Luca Schlingmann. Dieser behielt vor dem Tor die Nerven und erhöhte in der 22. Minute auf 2:0. In der Folgezeit nahm der TuS etwas Tempo aus dem Spiel, während Horst-Emscher zwar mehr Ballbesitz verbuchen konnte, jedoch kaum gefährliche Lücken in der gut organisierten Lipperreiher Defensive fand. Mit einer verdienten 2:0-Führung ging es in die Halbzeitpause.
Spannende zweite Halbzeit sichert den Sieg
Nach dem Seitenwechsel erhöhte der SV Horst-Emscher den Druck, doch die Defensive des TuS hielt stand. Dann schlugen die Lipperreiher erneut eiskalt zu: In der 65. Minute nutzte Marvin Schlepper einen missglückten Klärungsversuch der Gegner und versenkte den Ball aus rund 15 Metern zum viel umjubelten 3:0. Die Partie schien entschieden, doch Horst-Emscher gab nicht auf und verkürzte nur zwei Minuten später, in der 67. Minute, auf 1:3. In der dramatischen Schlussphase verteidigte der TuS leidenschaftlich und blieb über Konter gefährlich, ohne jedoch den vierten Treffer zu erzielen.
Jubel und Trainerstimmen nach dem Abpfiff
Als der Schiedsrichter nach siebenminütiger Nachspielzeit um 17.00 Uhr abpfiff, kannte der Jubel bei Spielern, Trainern und Fans keine Grenzen mehr. Die Lipperreiher lagen sich in den Armen und feierten den historischen Erfolg. Trainer Jan Rüter, der nach dem Schlusspfiff eine verdiente Bierdusche erhielt, zeigte sich überglücklich: „Wir haben uns das geholt, was wir eigentlich schon nach der regulären Saison verdient gehabt hätten. Nun war es halt ein langer Umweg.“ Er betonte, dass der Erfolg gebührend gefeiert werde.
Dieser Aufstieg ist für den TuS Lipperreihe mehr als nur ein sportlicher Erfolg – er ist ein historischer Meilenstein, der dem Verein einen festen Platz in den Geschichtsbüchern sichert und das Ergebnis harter Arbeit und einer herausragenden Teamleistung über die gesamte Saison hinweg ist.
Aufstellung: Simon Danne, Laurant Dragusha, Leon Schrenke (ab 34. Min. Justin Friedrich, ab 80. Min. Marco Weigmann), Mikail Bas (ab 73. Min. Timo Latussek), Oleksandr Lutsyk, Fynn Mosebach, Luca Schlingmann (ab 68. Min. Dominic Pollakowski), Niklas Wiens, Marvin Schlepper, Rouven Schulz, Timo Fulland (ab 78. Min. Jan- Justin Johannhörster)

