Die Teilnehmenden des Kunstprojekts besuchten gemeinsam mit Künstler Antonio Ugia das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake in Lemgo und sein Atelier in der Echternstraße. Fotos: Andreas Leber
Wenn Kunst nicht nur gesehen, sondern gefühlt wird
Einzigartiges Kunstprojekt für alle Sinne
Detmold/Lemgo. Ein einzigartiges Malprojekt des Lippischen Blinden- und Sehbehindertenvereins bewies, dass Kunst alle Sinne anspricht. Acht blinde und sehbehinderte Menschen schufen unter Anleitung des Lemgoer Künstlers Antonio Ugia farbenfrohe, abstrakte und haptisch erlebbare Kunstwerke. Der Workshop stärkte Kreativität, Selbstvertrauen und Teilhabe.
Entstehung und nachhaltige Förderung
Über 30 Unikate entstanden, gestaltet mit Fingern, Schwämmen und Strukturen. Künstler Ugia engagierte sich mit Herzblut, um die Teilnehmer zum freien Ausdruck zu ermutigen. Die auf dem Detmolder Inklusionsfest entstandene Initiative wird von einer Stiftung finanziell unterstützt, was weitere Workshops ermöglicht. Antonio Ugia trägt zudem mit dem Verkauf eigener Werke zur nachhaltigen Fortführung bei.
Ausstellung und sichtbarer Erfolg
Ausgewählte Arbeiten wurden auf dem Detmolder Inklusionsfest ausgestellt, wo Besucher sie ertasten und erwerben konnten. Landrat Haase würdigte dies. Ein Ausflug nach Lemgo mit Museums- und Atelierbesuch verdeutlichte die Bedeutung von Erlebnissen für reale Inklusion. Das Projekt des 100-jährigen Vereins zeigt, wie Kunst Menschen sichtbar macht.