
Die Initiativgruppe: (Obere Reihe, v. l.) Frans Thon, Heidemarie Winkel, Ruth Matthes, Kerstin Schachtsiek; (untere Reihe, v.l.) Monika Melchior, Heidi Koch und Luise Metzler.Foto: Ev. Kirchenkreis Bielefeld
Neue Initiative im Evangelischen Kirchenkreis Bielefeld
Einleitung: Eine Initiative für Geschlechtergerechtigkeit
Die Würde des Menschen ist unantastbar – so das Grundgesetz. Doch Diskriminierung, ob wegen Geschlecht, Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung, ist leider immer noch Realität. Gerade in unserer Gesellschaft und auch in der evangelischen Kirche besteht Handlungsbedarf. Eine neue Initiative im Evangelischen Kirchenkreis Bielefeld setzt sich daher aktiv für Geschlechtergerechtigkeit ein und tritt Diskriminierung entgegen.
Warum Handeln notwendig ist
Superintendent Christian Bald betont: ‚Dieses Thema betrifft unsere Kirche als Ganzes.‘ Soziologieprofessorin Heidemarie Winkel, Mitinitiatorin, erklärt die Dringlichkeit: ‚Autoritäre und extreme Strömungen gefährden Freiheit und Demokratie.‘ Sie warnt vor der Zunahme von frauen- und queerfeindlichen Einstellungen, oft mit brutaler Gewalt, wie jüngste Ereignisse zeigen.
Die evangelische Kirche ist nicht immun: Eine Umfrage zeigt, dass über ein Viertel der EKD-Mitglieder die AfD bevorzugt – eine Partei mit diskriminierenden Ansichten. Diese Zahl sei ‚betroffen machend und fordert zum Handeln auf‚. Die Initiative will konkrete Wege aufzeigen.
Vision für den Kirchenkreis Bielefeld
Der Kirchenkreis Bielefeld soll ein Ort sein, ‚an dem sich alle willkommen und wohlfühlen können‘, so Winkel. Man müsse ‚Empathielosigkeit, Abstiegsängsten und der Spaltung unserer Gesellschaft aktiv begegnen.‘ Sie fordert Offenheit im Denken und Neugierde aufeinander, und betont gesellschaftliche Erfolge, etwa in der Migration, stärker zu würdigen.
Eine klare Haltung zeigen
Zentral ist eine klare Haltung, die sich aus historisch-kritischer Bibelauslegung speist und christliche Werte wie Menschenwürde, Gleichheit, Gerechtigkeit hervorhebt. ‚Wir Christ:innen müssen Haltung zeigen und menschen- und demokratiefeindlichen Strömungen klar entgegentreten‘, so Winkel. Die Kirche muss ihre Position zu Demokratie und pluraler Gesellschaft verdeutlichen.
Es sei der Auftrag der Kirche, sich zu reflektieren, wie eine inklusive Kirche gelingen kann. Dasein, zuhören, Anteil nehmen, offen sprechen und laut gegen Ungerechtigkeit sein – all dies sind wesentliche Schritte zur Stärkung unserer Gesellschaft.
Nächste Schritte und Kontakt
Nachdem die Sommersynode die Gruppe einstimmig beauftragt hat, beginnt die Arbeit: Schwerpunkte setzen, Ansätze mit Kirchenkreisleitung entwickeln und mit Gremien sprechen. Eine erste Veranstaltung ist Anfang nächsten Jahres geplant. Interessierte wenden sich unter [email protected] an Heidemarie Winkel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es bei der neuen Initiative im Evangelischen Kirchenkreis Bielefeld?
Die Initiative setzt sich aktiv für Geschlechtergerechtigkeit ein und tritt Diskriminierung entgegen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung nach wie vor Realität ist.
Wer sind die Initiatoren der Bewegung?
Die Initiative wird vom Evangelischen Kirchenkreis Bielefeld getragen. Superintendent Christian Bald und Soziologieprofessorin Heidemarie Winkel sind wichtige Unterstützer und Mitinitiatorin.
Warum ist dieses Engagement aus Sicht der Initiative notwendig?
Laut Soziologieprofessorin Heidemarie Winkel gefährden autoritäre und extreme Strömungen Freiheit und Demokratie. Sie warnt vor einer Zunahme frauen- und queerfeindlicher Einstellungen. Superintendent Christian Bald betont zudem, dass das Thema die Kirche als Ganzes betrifft.
Wann ist die erste öffentliche Veranstaltung der Initiative geplant?
Eine erste Veranstaltung ist Anfang nächsten Jahres geplant.


