Tetanus - eine Gefahr, die im Garten lauert. Ein absolutes Muss für alle Hobbygärtnernden im Kreis Lippe sind spezielle Gartenhandschuhe und feste Schuhe. Foto: AOK/colourbox/hfr
Impfpass-Kontrolle – Frühlingszeit birgt Tetanus-Risiko im Garten
Die Frühlingszeit lockt viele im Kreis Westfalen-Lippe in den Garten. Doch trotz der Freude an der frischen Luft birgt die Gartenarbeit ein unterschätztes Risiko: Tetanus. Die AOK mahnt, kleine Verletzungen, die beim Gärtnern leicht entstehen, ernst zu nehmen.
Ein Dornenstich, Kratzer oder Splitter – selbst kleinste Wunden können ein Einfallstor für das Bakterium Clostridium tetani sein. Dieses ist überall im Erdreich und Kompost zu finden und extrem widerstandsfähig. Im Körper abgesonderte Gifte können schwere, potenziell lebensbedrohliche Krämpfe verursachen.
Impfschutz prüfen: AOK empfiehlt Impfpass-Kontrolle
„Damit die Menschen im Kreis Lippe ihren Garten ohne Sorgen genießen können, lohnt sich ein Blick in den Impfpass. Liegt die letzte Tetanusimpfung zu lange zurück, sollte sie unbedingt aufgefrischt werden“, rät Matthias Wehmhöner, AOK-Serviceregionsleiter. Ein ausreichender Schutz besteht nur bei einer Impfung, die nicht länger als zehn Jahre zurückliegt.
Symptome einer Tetanus-Infektion reichen von Kribbeln und Kopfschmerzen bis zu starken Krämpfen der Zungen-, Kiefer-, Nacken- und Rückenmuskulatur. Bei Befall der Atemmuskulatur droht akute Lebensgefahr. Eine durchgemachte Erkrankung schützt nicht dauerhaft vor einer Neuinfektion.
Besondere Vorsicht gilt für ältere Menschen, deren Impfquote laut RKI deutlich sinkt. Auch Personen mit Durchblutungsstörungen oder Diabetes sollten den Impfschutz prüfen. Die STIKO empfiehlt bei Verletzungen ggf. eine Auffrischung auch vor Ablauf der Zehn-Jahres-Frist. Neben der Impfung helfen Schutzmaßnahmen wie Gartenhandschuhe und feste Schuhe, Verletzungen zu minimieren. Sie ersetzen jedoch keinen aktuellen Tetanus-Impfschutz.
Weitere Infos: AOK (www.aok.de/faktenboxen) und Robert-Koch-Institut (RKI).