Klimawandel fördert Ausbreitung der hochallergenen Beifuß-Ambrosie

6. Aug. 2026 | Gesundheit

Junge Frau mit geschlossenen Augen und zusammengekniffenem Gesicht niest in ein weißes Taschentuch im Freien

AOK NordWest informiert: Ambrosia-Pollen machen Allergiegeplagten das Leben schwer

Die AOK NordWest warnt aktuell, dass der Klimawandel die Ausbreitung der hochallergenen Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) im Kreis Lippe und Bielefeld begünstigt. Dies führt zu zunehmenden gesundheitlichen Problemen für Allergiker, da die Pollen der Pflanze bereits in geringen Konzentrationen heftige allergische Reaktionen auslösen können, die gravierender sind als beim Gemeinen Beifuß.

Eine forsa-Umfrage im Auftrag der AOK zeigt, dass mehr als jede dritte Person (36 Prozent) in Deutschland eine ärztlich diagnostizierte Allergie hat, wobei die Pollenallergie mit 59 Prozent am häufigsten ist. Durch den Klimawandel ist mit einer länger anhaltenden und stärkeren Pollenbelastung zu rechnen. Matthias Wehmhöner, AOK-Serviceregionsleiter, warnt: „Schon minimale Pollenkonzentrationen der Ambrosiapflanze können allergische Reaktionen wie Bindehautentzündungen, Heuschnupfen oder allergisches Asthma auslösen.“

Klimafolgen und Gesundheitsrisiken: Das Umweltbundesamt vermutet, dass sich Verbreitungsgebiet und Eigenschaften der Ambrosia-Pollen durch den Klimawandel verändern. Frühere Wärmeperioden und die Verbreitung durch Vogelfutter tragen zur Ausbreitung bei. Die Blütezeit der Ambrosie von Juli bis zum ersten Frost verlängert die „Heuschnupfen“-Saison erheblich.

Die Pollen der Ambrosia sind fünfmal stärker allergen als Gräserpollen und können bei sensibilisierten Personen bereits in geringer Konzentration schwere Symptome bis hin zu Asthma verursachen. Typische Beschwerden sind eine laufende Nase, Nies- und Juckreiz sowie juckende, gerötete Augen. Bei bestehenden Beifußallergien im Kreis Lippe können aufgrund von Kreuzreaktionen bereits erste Kontakte mit Ambrosia-Pollen zu starken Reaktionen führen. Direkter Hautkontakt kann ebenfalls Reizungen auslösen.

Prävention und Meldung: Allergiker sollten ihre Symptome ernst nehmen und medizinische Hilfe suchen. Jeder kann aktiv zur Eindämmung der Ambrosia beitragen, indem Funde dem Grünflächenamt, Pflanzenschutzamt oder dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen gemeldet werden – auch unter www.ambrosiascout.de. Entdeckt man die Pflanze vor der Blüte, sollte sie mit Handschuhen an der Wurzel entfernt und im Hausmüll entsorgt werden. Bei blühenden Pflanzen ist eine Feinstaubmaske ratsam. Weitere Infos gibt es unter www.aok.de/nw (Rubrik ‚Medizin & Versorgung‘ und ‚Krankheiten & Behandlung‘)

Häufig gestellte Fragen

Was ist die Beifuß-Ambrosie und warum ist sie gefährlich?

Die Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) ist eine hochallergene Pflanze, deren Ausbreitung durch den Klimawandel begünstigt wird. Ihre Pollen sind fünfmal stärker allergen als Gräserpollen und können bereits in minimalen Konzentrationen schwere gesundheitliche Beschwerden verursachen.

Welche gesundheitlichen Beschwerden kann die Ambrosie auslösen?

Laut Matthias Wehmhöner, AOK-Serviceregionsleiter, können Ambrosia-Pollen allergische Reaktionen wie Bindehautentzündungen, Heuschnupfen oder allergisches Asthma auslösen. Typische Beschwerden sind zudem laufende Nase, Nies- und Juckreiz sowie juckende, gerötete Augen. Bei direktem Hautkontakt kann es zu Reizungen kommen.

Wann blüht die Ambrosie und wie lange dauert die Pollenbelastung an?

Die Blütezeit der Ambrosie erstreckt sich von Juli bis zum ersten Frost. Dies verlängert die „Heuschnupfen“-Saison erheblich und führt durch den Klimawandel zu einer länger anhaltenden und stärkeren Pollenbelastung.

Wie kann ich zur Eindämmung der Ambrosie beitragen?

Jeder kann aktiv zur Eindämmung beitragen, indem Funde dem Grünflächenamt, Pflanzenschutzamt oder dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen gemeldet werden, zum Beispiel über www.ambrosiascout.de. Pflanzen vor der Blüte sollten mit Handschuhen an der Wurzel entfernt und im Hausmüll entsorgt werden. Bei blühenden Pflanzen ist eine Feinstaubmaske ratsam.

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