Landrat Haase übernimmt Patenschaft für Schlaganfall-Lotsen: Stärkung der Versorgung im Kreis Lippe

2. März 2026 | Überregionales

Projekt LEX LOTSEN OWL

Ein Schlaganfall reißt Menschen oft unvorbereitet aus ihrem Alltag und stellt Familien vor immense Herausforderungen. Um Betroffene in dieser kritischen Phase besser aufzufangen, beteiligt sich der Kreis Lippe am wegweisenden Projekt LEX LOTSEN OWL. Ein deutliches Zeichen der Unterstützung setzt nun Landrat Meinolf Haase: Er übernimmt offiziell die Patenschaft für die im Kreis tätigen Schlaganfall-Lotsinnen.

Ein Gewinn für Patientinnen und Patienten

„Ein Schlaganfall trifft Menschen meist völlig unerwartet und bringt viele Fragen und Unsicherheiten mit sich“, betont Landrat Haase. Dass der Kreis Lippe dieses Angebot bereitstellen könne, sei ein großer Gewinn für alle Betroffenen. Das Projekt wurde von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe initiiert und wird durch den Innovationsfonds gefördert. Ziel ist es, durch die Erfahrungen in Ostwestfalen-Lippe tragfähige Lösungen zu entwickeln, um Patientenlotsen langfristig als festen Bestandteil der bundesweiten Regelversorgung zu etablieren.

Umfassende Begleitung von der Klinik bis nach Hause

Die praktische Arbeit leisten am Klinikum Lippe in Lemgo derzeit die Lotsinnen Birgit Gilke, Meike Finkler und Carola Riesenberg. Sie betreuen aktuell rund 60 Patientinnen und Patienten über einen Zeitraum von bis zu zwölf Monaten – vom ersten Klinikaufenthalt über die Rehabilitation bis hin zur häuslichen Nachsorge. Prof. Dr. Christoph Redecker, Direktor der Neurologie, unterstreicht die Relevanz: „Die Lotsinnen sorgen dafür, dass Patientinnen und Patienten sowie Angehörige Orientierung bekommen und notwendige Hilfen tatsächlich ankommen.“ Sie klären über Risikofaktoren auf, helfen bei Anträgen und bieten emotionale Sicherheit.

Starke Vernetzung in der Region

Damit die Hilfe reibungslos funktioniert, ist eine gute Koordination entscheidend. Unterstützt werden die Lotsinnen durch das regionale Lotsenbüro im Gesundheitszentrum Oerlinghausen, das administrative Aufgaben bündelt und Netzwerke pflegt. Sabine Beine vom Kreis Lippe erklärt den Ansatz: „Unsere Lotsenbüros sorgen dafür, dass die Zusammenarbeit zwischen Kliniken, Therapieeinrichtungen und Beratungsstellen reibungslos funktioniert.“ So entsteht eine stabile und nachhaltige Versorgungsstruktur für die gesamte Region.

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