
Schloss Altenstein (1888–1890) mit seiner historischen Parkanlage – erbaut unter Herzog Georg II.von Sachsen-Meiningen auf den Grundmauern eines älteren Schlosses. Fotos: Privat
Partnerschaftsverein Leopoldshöhe zu Gast in Thüringen für intensiven Austausch und Zukunftsplanung
Um die seit 1990 bestehende Partnerschaft zwischen Leopoldshöhe und der Thüringer Gemeinde Schweina neu zu beleben, besuchte eine elfköpfige Delegation des Partnerschaftsvereins Leopoldshöhe e.V. am Wochenende des 4./ 5.7.2026 die Partnergemeinde. Das erklärte Ziel war, den persönlichen Austausch und die gegenseitige Verbundenheit wieder zu stärken.
Kulturelle Entdeckungen und herzliche Begegnungen
Der Besuch begann mit einem herzlichen Empfang durch den Ortsteilbeauftragten Thomas Mieling und die Bürgermeisterin von Bad Liebenstein, Susanne Rakowski. Nach einem gemeinsamen Mittagessen erkundete die Delegation den historischen Schlosspark Altenstein, einen der bedeutendsten Landschaftsparks Deutschlands, bekannt für seine Schönheit und Ausblicke. Anschließend folgte ein Abstieg in die Altensteiner Höhle, eine der ältesten Schauhöhlen Deutschlands, die mit ihren faszinierenden Felsformationen beeindruckte. Der erste Tag fand seinen gemütlichen Ausklang beim traditionellen Höhlenfest, das reichlich Gelegenheit für persönliche Gespräche bot.
Ehrenamt als Motor der Gemeinschaft
Der Sonntag stand ganz im Zeichen des lokalen Engagements. Die Delegation besuchte die JugendKunstschule Schweina, die ein breites Spektrum an kreativen Kursen und generationsübergreifenden Projekten anbietet. Hier erhielten sie Einblicke in die Arbeit der Ehrenamtlichen, insbesondere bei einem Nähkurs für Kinder. Direkt angrenzend dient das Kulturcafé „frösch“ als offener Treffpunkt. Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung des historischen Gebäudes „Krone“, dass bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht und von der Bürgerinitiative Krone Schweina e.V. mit großem Aufwand restauriert wird. Dieses Engagement wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Zum Abschluss des Besuchs in Schweina stellte Vaiko Weyh die Simson Schrauberwerkstatt vor, ein Projekt, das handwerkliche Ausbildung, Jugendarbeit und generationsübergreifenden Austausch erfolgreich miteinander verbindet und einen wichtigen Treffpunkt darstellt.
Während des gesamten Wochenendes wurde die tiefe Verwurzelung des ehrenamtlichen Engagements in Schweina offensichtlich. Ob in der Kunstschule, der Bürgerinitiative „Krone“, der Schrauberwerkstatt oder den zahlreichen Vereinen – Bürgerinnen und Bürger investieren ihre Freizeit, um das Gemeinwesen aktiv mitzugestalten. Dieses lebendige Miteinander ist die tragende Säule des Dorflebens und verdient höchste Anerkennung.
Partnerschaft mit Blick in die Zukunft
Die Verantwortlichen beider Gemeinden sehen großes Potenzial, die Partnerschaft künftig mit gemeinsamen Projekten und regelmäßigen Begegnungen weiter zu intensivieren. Eine verlässliche Konstante über die Jahre hinweg bildete dabei stets die enge Verbindung zwischen den Freiwilligen Feuerwehren beider Orte.
Auf der Heimreise besuchte die Delegation die Gedenkstätte Point Alpha, die eindringlich an die deutsche Teilung erinnert. Dieser Besuch unterstrich noch einmal den unverzichtbaren Wert von Begegnung, Verständigung und gelebten Partnerschaften in der heutigen Zeit und bildete einen würdigen Abschluss für ein inspirierendes Wochenende voller gemeinsamer Erlebnisse und zukunftsorientierter Gespräche.

