Noroviren sind hochansteckend. Um eine Verbreitung in Bielefeld zu vermeiden, ist es wichtig, die Hände immer wieder gründlich zu waschen. AOK/colourbox/hfr
Massiver Anstieg der Fallzahlen in Lippe und Bielefeld alarmiert Behörden. Experten fordern verstärkte Beachtung der Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der hochansteckenden Krankheit
Die Gesundheitsbehörden im Kreis Lippe und in Bielefeld verzeichnen einen deutlichen Anstieg der Norovirus-Infektionen. Laut AOK NordWest, basierend auf RKI-Zahlen, wurden im Jahr 2025 in Lippe 330 Fälle und in Bielefeld 518 Fälle gemeldet. Im laufenden Jahr 2026 setzte sich der Trend fort mit 142 Fällen in den ersten zwei Monaten, gegenüber 131 im Vergleichszeitraum 2025. AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner betont: ‚Da es keine Impfung gegen Noroviren gibt, ist es umso wichtiger, bestimmte Hygieneregeln zu beachten, die vor den Erregern schützen können, besonders für Kinder und ältere Menschen.‘
Noroviren, die hochansteckend sind und Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle verursachen, stellen eine besondere Gefahr für kleine Kinder und ältere Menschen dar. Diese Risikogruppen sind anfälliger für Dehydrierung. Bei Infektion ist viel Trinken und Bettruhe entscheidend, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
Umfassende Hygienemaßnahmen sind unerlässlich
Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch, über kontaminierte Gegenstände oder Lebensmittel. Um eine Weiterverbreitung zu verhindern, sollten Erkrankte bis zwei Tage nach Abklingen der Symptome den Kontakt zu anderen reduzieren. Gründliches Händewaschen mit Seife und bei Bedarf ein wirksames Desinfektionsmittel der Kategorie ‚begrenzt viruzid PLUS‘ sind grundlegend. Zudem sollten eigene Handtücher und Hygieneartikel genutzt und keine Speisen für andere zubereitet werden.
Auch Lebensmittel können Viren übertragen; Obst und Salat sind daher gründlich zu waschen und zu schälen, warme Speisen gut zu erhitzen. Geschirr und Besteck sollten heiß gereinigt werden. Regelmäßiges Lüften, die Verwendung von Einmalhandschuhen bei der Pflege und Reinigung sowie das Waschen von Wäsche bei mindestens 60 Grad schützen. Wichtig: Die Viren können noch bis zu 14 Tage nach Symptomende mit dem Stuhl ausgeschieden werden, weshalb Hygieneregeln weiterhin strikt einzuhalten sind.