Am Ostermontag kommt das Hühnertheater aus Köln in das Freilichtmuseum Oerlinghausen. Foto: Jochen Hettig
Freilichtmuseum Oerlinghausen: Oster-Highlights und „Lange Museumsnacht“ leiten spannende Saison ein
Am 1.4.2026 ist es wieder soweit: Das Freilichtmuseum Oerlinghausen öffnet wieder seine Pforten. Am Ostersonntag den 5.5.2026 startet das vielfältige Programm mit Vorführungen zu steinzeitlicher Feuererzeugung.
Der Hühnertag
Schon am Ostermontag, den 6.4.2026 findet das erste Highlight statt: der Hühnertag. Dann bekommt man in einzelnen Etappen die Geschichte der Hühnerzucht erzählt. Hauptakteur an diesem Tag ist der Rassegeflügelzuchtverein Blomberg. Auf neuartige Weise wird dabei eine Schau alter Haustierrassen mit Kulturgeschichte kombiniert.
Highlight der Veranstaltung sind alte und seltene Hühnerarten. Denn wer kennt heute noch Araucanas, Barnevelder Zwerghühner, Schwarze Krüper, Westfälische Totleger oder Wyandotten? Auf die Kinder warten schlüpfende Küken im Schaubrüter. Daneben gibt es eine ganze Batterie an Aktionen für die Kleinen. Das Naturkundemuseum Bielefeld und das Freilichtmuseum Oerlinghausen bieten ihre museumspädagogische Power auf. Für Kaffee und Kuchen sorgt der Verein Glückspfoten.
Extra aus Köln kommt das Hühnermobil – ein theaterpädagogisches Projekt – angerollt. Um 11.00 Uhr und um 13.00 Uhr wird das interaktive Ein-Personen Stück „Frühling auf dem Hühnerhof“ für die ganz Kleinen aufgeführt. In der Geschichte rund um Bäuerin Augustine steht das Huhn im Rampenlicht. Sensibilisiert wird für das Thema Fabrikhühner. Alles gemeinsam, mit Spaß und einer guten Portion Neugierde.
Die Lange Museumsnacht
Ganz groß geht’s am Freitag, den 17.4.2026 mit der Langen Museumsnacht weiter: Die Veranstaltung steht im Zeichen von Riesen und Trollen. In dieser Nacht wird die Anlage in zauberhaftes Licht getaucht. Am Feuer kann man Märchen zu Riesen und Trollen lauschen. Ein Vortrag mit dem Titel „Götter und Riesen – Eine Hassliebe unter Verwandten. Exkurs in die nordisch-germanische Mythologie“ liefert einen Eindruck zum frühgeschichtlichen Riesen-Image. Als Walking Acts treten last but not least Riesen und Trolle auf. Highlights der Veranstaltung sind Feuershows der Bielefelder Feuerkunstgruppe „FeuerFlut“.
Auch ein Schmied zeigt sein Handwerk. An einem der vielen Lagerfeuer können unter kundiger Anleitung mit Feuerstein, Katzengold und Zunderpilzen wie in der Steinzeit Feuer entfacht werden. Wem das noch zu dunkel ist, darf gerne in einem Workshop Fackeln bauen. Überdies wird der frisch gebaute steinzeitliche Kuppelbackofen eingeheizt und Steinzeit-Brot gebacken.
Wer noch ein Geschenk sucht wird auf dem nächtlichen Markt fündig. Der Schmied bietet handgemachte Produkte an, der „Irre Wikinger“ aus Schleswig bringt Frühmittelalter-Accessoires mit. Ergänzt wird das Angebot beispielsweise durch den Stand von Trollmarkt aus Kassel – für alle, die einen Troll in der Verwandtschaft haben. Menschen über 2 Meter Länge haben übrigens freien Eintritt.
Weitere Veranstaltungen im Jahresverlauf
Auch danach gibt es natürlich jedes Wochenende – und in den Ferien häufig auch an Werktagen – eine breite Palette an Vorführungen und Aktionen. Dieses Jahr besonders aufwändig sind die Steinzeittage und die Gladiatoren im Sommer, ein Reenactment-Flohmarkt und die Wikingertage im Herbst.