SoVD NRW erstreitet Rekordsumme von 9,5 Millionen Euro für Mitglieder

13. Feb. 2026 | Überregionales

Erfolgreiche Bilanz der Sozialrechtsberatung

Düsseldorf – Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Nordrhein-Westfalen hat eine beeindruckende Jahresbilanz seiner juristischen Arbeit vorgelegt. Im zurückliegenden Jahr führte der Landesverband rund 11.000 Verfahren und konnte dabei eine Gesamtsumme von 9,5 Millionen Euro für seine Mitglieder erstreiten. Diese Mittel setzen sich aus Nachzahlungen und bewilligten Leistungen zusammen, die den Betroffenen ursprünglich verwehrt geblieben waren.

Hohe Erfolgsquote ohne langwierige Prozesse

 Besonders hervorzuheben ist die hohe Effizienz der Rechtsberatung. Von den zahlreichen Verfahren musste der zeitintensive Weg vor das Sozialgericht nur in etwa 1.300 Fällen beschritten werden. Die überwältigende Mehrheit von 9.700 Fällen konnte bereits außergerichtlich im Rahmen von Anträgen oder Widerspruchsverfahren erfolgreich abgeschlossen werden. Allein auf diesem Wege flossen rund 4 Millionen Euro an die Mitglieder. Landesgeschäftsführer Jens Eschmann zeigte sich stolz auf die Leistung der Juristinnen und Juristen des Verbandes: „Wir konnten in vielen Fällen in recht kurzer Zeit helfen – ganz ohne Verfahren vor den Sozialgerichten.“

Inhaltlich lag der Schwerpunkt der Verfahren auf dem Schwerbehindertenrecht, insbesondere bei der Feststellung des Grades einer Behinderung sowie der Zuteilung von Merkzeichen. Ein weiterer großer Block betraf Auseinandersetzungen mit der Deutschen Rentenversicherung, vor allem bezüglich Erwerbsminderungsrenten und Rehabilitationsleistungen. Auch in den Bereichen Pflege, Krankenversicherung und Unfallversicherung unterstützte der Verband seine Mitglieder erfolgreich.

Widerstand gegen Behördenwillkür 

Franz Schrewe, seit 2015 Landesvorsitzender des SoVD NRW, sieht in den Zahlen einen klaren Auftrag. „Die Zahlen zeigen einmal mehr, dass es sich lohnt, sich zu wehren“, betonte Schrewe. Er kritisierte, dass Kostenträger Anträge offenbar teilweise strategisch ablehnen, um abzuwarten, ob sich Widerstand regt. Der Verband bietet hier einen entscheidenden Vorteil gegenüber klassischen Rechtsschutzversicherungen: „Anders als bei einer Rechtsschutzversicherung gibt es bei uns keine Wartezeit. Auch wer bereits ein akutes Problem hat, kann sofort Mitglied bei uns werden und Hilfe erwarten.“

Der SoVD, der 1917 ursprünglich als „Bund der Kriegsbeschädigten“ gegründet wurde, versteht sich heute als politisches Sprachrohr für Menschen mit Behinderungen, Rentner und Sozialversicherte. Neben der juristischen Vertretung engagiert sich der Verband an 20 Beratungsstandorten in NRW auch gesellschaftspolitisch für Inklusion und soziale Gerechtigkeit. Die Mitgliedschaft, die den Zugriff auf die Rechtsberatung ermöglicht, kostet monatlich 7,90 Euro.

Teilen:
Facebook
Whatsapp
Twitter

DasBlatt Newsletter

Bleiben Sie informiert!

Alle 2 Wochen lokale Neuigkeiten
Interessante Kleinanzeigen
50% Rabatt-Gutschein als Willkommensgeschenk
Jederzeit kündbar

Sie erhalten eine Bestätigungs-E-Mail. Ihre Daten werden vertraulich behandelt.
Datenschutzerklärung