Volksfeste: Bester Schutz vor Diebstahl und PIN-Spionage

14. Sep. 2026 | Kurz notiert

Sperr-Notruf 116 116

Um Festbesucher auf Großveranstaltungen wie dem Münchner Oktoberfest oder dem Cannstatter Wasen wirksam vor Taschendieben, dem Diebstahl von Zahlungskarten und PIN-Spionage zu schützen, gibt der Sperr-Notruf 116 116 am 8. September 2026 in Berlin wichtige Verhaltenstipps und Vorsichtsmaßnahmen.

Vorsicht vor „Shoulder Surfing“

Beim sogenannten Shoulder Surfing versuchen Kriminelle, die PIN-Eingabe am Geldautomaten oder beim Bezahlen auszuspähen, oft durch unauffällige Blicke über die Schulter. Gelingt das, folgt meist der Trickdiebstahl der Karte. Mit dieser Kombination können sie unbefugt Bargeld abheben oder bezahlen, bis der Betrug auffliegt, Schutzsysteme greifen oder die Karte gesperrt wird.

Fünf Regeln für einen sicheren Festbesuch:

• Bei jeder PIN-Eingabe die Tastatur mit der freien Hand oder dem Geldbeutel abschirmen.

• Nicht ablenken oder bedrängen lassen und darauf achten, dass andere Personen ausreichend Abstand halten.

• Nur das nötigste an Bargeld und Zahlungskarten mitnehmen. Geldbörse, Karten und Smartphone körpernah und möglichst in verschlossenen Taschen tragen.

• Zwischendurch und spätestens beim Verlassen des Festgeländes kontrollieren, ob alle Zahlungskarten noch vorhanden sind.

• Grundsätzlich Push-Nachrichten der Banking-App nutzen und regelmäßig die Kontobewegungen prüfen. So können verdächtige Abbuchungen schnell erkannt und gemeldet werden.

Was tun bei Kartenverlust oder PIN-Verdacht?

Fehlt die Zahlungskarte oder besteht der Verdacht, dass die PIN ausgespäht wurde, sollte die Karte umgehend über den Sperr-Notruf 116 116* oder direkt beim Kreditinstitut gesperrt werden. Die Tel.: am besten vorsorglich im Smartphone speichern. Alternativ hilft die kostenlose SperrApp auf dem Smartphone: Wer sie vorab installiert und seine Kartendaten verschlüsselt hinterlegt, kann girocards vieler Banken direkt sperren. Bei Diebstahl ist zusätzlich eine Anzeige bei der Polizei notwendig. Nur dort kann die Karte auch für das Lastschriftverfahren per Unterschrift (KUNO-System) gesperrt werden.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die Hauptgefahren auf Volksfesten?

Auf Großveranstaltungen wie dem Münchner Oktoberfest oder dem Cannstatter Wasen haben Langfinger leichtes Spiel. Neben Bargeld und Smartphones sind vor allem Zahlungskarten und PINs gefährdet, etwa durch „Shoulder Surfing“ oder Trickdiebstahl.

Welche Regeln sollten Besucher zum Schutz befolgen?

Festbesucher sollten die PIN-Eingabe stets abschirmen, sich nicht ablenken lassen, nur das Nötigste an Bargeld und Zahlungskarten mitführen und diese körpernah tragen. Zudem ist es ratsam, regelmäßig den Besitz der Karten zu prüfen und Push-Nachrichten der Banking-App für Kontobewegungen zu nutzen.

Was tun bei Verlust einer Zahlungskarte oder PIN-Verdacht?

Bei Verlust oder PIN-Verdacht sollte die Karte umgehend über den Sperr-Notruf 116 116 oder direkt beim Kreditinstitut gesperrt werden. Eine Alternative ist die kostenlose SperrApp. Bei Diebstahl ist zusätzlich eine Anzeige bei der Polizei notwendig, um die Karte auch für das Lastschriftverfahren (KUNO-System) zu sperren.

Ist der Sperr-Notruf 116 116 kostenpflichtig?

Der Service des Sperr-Notrufs ist kostenlos. Auch der Anruf bei der 116 116 ist gebührenfrei aus dem deutschen Festnetz. Bei Anrufen aus dem Mobilnetz und aus dem Ausland können Verbindungskosten anfallen, die allein der Netzbetreiber oder ausländische Anbieter festlegen. Für die Sperrung und Ausstellung einer neuen Zahlungskarte können Geldinstitute eigene Gebühren gemäß ihren AGB erheben.

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