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Volles Haus und kritische Fragen: Leopoldshöhe diskutiert offen über seine Zukunft

8. Sep. 2025 | Leopoldshöhe

Leopoldshöhe in guten Händen. Foto: Privat

Zukunftsveranstaltung „Unser Plan für Leopoldshöhe“ bringt demokratische Parteien und Bürger ins Gespräch

Rund 150 Bürgerinnen und Bürger folgten am Freitagabend der Einladung von SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP zur Veranstaltung „Unser Plan für Leopoldshöhe“ in die Mensa der Felix-Fechenbach-Gesamtschule. Unter der Moderation von Maurice Flege (Radio Lippe) wurden neue Ratskandidatinnen und -kandidaten vorgestellt und gemeinsam mit Bürgermeister Martin Hoffmann die Zukunft der Gemeinde diskutiert. Die Atmosphäre war lebendig, geprägt von lockeren Einstiegsfragen und einer offenen Gesprächskultur.

Bürgermeister Martin Hoffmann stellte sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger, nachdem die beiden Mitbewerber für das Bürgermeisteramt ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt hatten. Die Diskussion griff dabei auch Fragen auf, die zuvor per E-Mail und Instagram gesammelt wurden. Ein markanter Punkt des Abends war die Nichtteilnahme des Kandidaten der PUB, trotz intensiver Bemühungen der Veranstalter. Seine Absage mit „fadenscheinigen Begründungsversuchen“ sowie das Verhalten einzelner PUB-Vorstandsmitglieder, die statt inhaltlicher Beiträge durch penetrantes Filmen und Diskussionen mit der Presse auffielen, sorgten für Unverständnis. Der im Nachgang geäußerte Vorwurf mangelnder Neutralität wird von den Veranstaltern strikt zurückgewiesen, da Fragen bei solchen Veranstaltungen grundsätzlich nicht im Vorfeld abgesprochen werden.

In den thematischen Blöcken beleuchtete Hoffmann die aktuelle Lage Leopoldshöhes, die im Lippe-Check einen Spitzenplatz belegt, und hob die Vorteile der Nähe zu Bielefeld hervor. Hinsichtlich der Finanzlage betonte er die Verantwortung der Gemeinde und verwies auf frühzeitig ergriffene Konsolidierungsmaßnahmen, um Leopoldshöhe gut durch die Finanzkrise zu führen. Das Baugebiet Brunsheide wurde als durchfinanziertes Projekt mit hoher Wohnqualität dargestellt, dessen Stopp „ein riesiges Loch im Haushalt“ bedeuten würde. Auch die geplante Windkraftnutzung war Thema: Hoffmann plädierte für einen ehrlichen Diskurs über die Verträglichkeit und die Notwendigkeit, dass auch Leopoldshöhe seinen Beitrag zur Energiewende leistet, wobei er betonte, dass noch nichts entschieden sei und ein langer Beteiligungsprozess bevorstehe.

Die Möglichkeit für Fragen aus dem Publikum wurde rege genutzt. Hoffmann beantwortete Anliegen wie den diskutierten Brunsheide-Stopp und die Verkehrssituation in Schuckenbaum offen, ehrlich und verständlich. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Abends war die Vorstellung der neuen Ratskandidatinnen und -kandidaten, die über ihre Motivation und ihre Kernthemen sprachen. Viele Gäste schätzten die direkte Gesprächsmöglichkeit mit ihnen.

Abschließende Daumen-Abstimmungen auf der Bühne zeigten Einigkeit bei zentralen Themen wie der Brunsheide als bester Lösung, ausreichenden Kita-Plätzen, der Sicherheit und der hohen Lebensqualität in Leopoldshöhe. Gleichzeitig wurden auch unterschiedliche Einschätzungen bei Windrädern oder der Ärztesituation sichtbar. Über alle Unterschiede hinweg wurde jedoch deutlich:Bürgermeister Martin Hoffmann wird von allen demokratischen Parteien unterstützt. Der Abend klang mit individuellen Gesprächen an Ständen aus, was die spürbare Bürgernähe der Veranstaltung unterstrich. Bürgermeister Hoffmann zeigte sich dankbar für die konstruktiven Diskussionen und betonte die Wichtigkeit, Herausforderungen ehrlich anzusprechen und gemeinsam Lösungen zu finden, damit „Leopoldshöhe in guten Händen bleibt.“

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