
Theaterabend mit Maria und Peter Warkentin. Foto: Privat
Ergreifender Theaterabend über Sprache, Erinnerung und Migration im Museum für Russlanddeutsche Kulturgeschichte
Am Mittwoch, den 9.9.2026, lädt das Museum für Russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold (Georgstr. 24) um 18.00 Uhr zu einem außergewöhnlichen Theaterabend ein. Unter dem Titel „Von der Wolga in die Welt“ erwartet die Besucher eine tiefgründige Darbietung über Sprache und Erinnerung, Migration und Heimat – und die vielfältigen Wege, die Menschen gehen, sowie die unvergesslichen Spuren, die sie dabei hinterlassen.
Eine Reise durch zwei Jahrhunderte russlanddeutscher Geschichte
Die erfahrenen Schauspieler Maria und Peter Warkentin nehmen ihr Publikum mit auf eine besondere Reise durch mehr als zwei Jahrhunderte russlanddeutscher Geschichte. Ihre Erzählung spannt einen Bogen von den Wolgakolonien des 19. Jahrhunderts über Sibirien und Deutschland bis nach Argentinien und Amerika, wo sich russlanddeutsche Gemeinden niedergelassen haben.
Von den Wolgakolonien in die weite Welt
In ihrem eindrucksvollen, von der wolgadeutschen Mundart geprägten Programm erzählen, spielen und lesen die Warkentins von den prägenden Erfahrungen von Aufbruch, Migration und Neuanfang. Die Reise beginnt in den deutschen Kolonien an der Wolga, wo sich im 19. Jahrhundert eine einzigartige Sprache und Kultur entwickelte. Lebendige Auszüge aus Werken wie „Küster Deiß“ von David Kuhfeld lassen die damalige Lebenswelt der Wolgadeutschen für das Publikum greifbar werden.
Schicksalswege: Sibirien, Sowjetunion und Deutschland
Von dort führt der Weg weiter nach Sibirien, während andere Familien in Richtung Amerika auswanderten. Der Abend beleuchtet das oft schwierige Leben der Deutschen in der Sowjetunion, ihre Erfahrungen von Heimatverlust und den mutigen Kampf um die Bewahrung der eigenen Identität. Schließlich wird auch die Aussiedlung nach Deutschland thematisiert und nachvollziehbar gemacht.
Globale Dimension und Besucher aus Argentinien
Eine besondere Bedeutung erhält dieser Abend durch den gleichzeitigen Besuch einer Delegation von Wolgadeutschen aus Argentinien. Damit schlägt die Veranstaltung auf beeindruckende Weise eine Brücke von der Wolga über Sibirien und Deutschland bis nach Südamerika und unterstreicht die globale Dimension der russlanddeutschen Geschichte.
Wichtige Informationen zum Besuch
Dieser besondere Theaterabend ist ein Angebot des Kulturreferats für Russlanddeutsche am Museum für Russlanddeutsche Kulturgeschichte. Der Eintritt ist frei, und der Einlass beginnt bereits um 17.30 Uhr. Seien Sie dabei und erleben Sie eine fesselnde Kulturreise!
Häufig gestellte Fragen
Wann findet der Theaterabend statt?
Der außergewöhnliche Theaterabend „Von der Wolga in die Welt“ findet am Mittwoch, den 9. September 2026, um 18.00 Uhr statt. Der Einlass beginnt bereits um 17.30 Uhr.
Wo genau wird die Veranstaltung ausgerichtet?
Die Veranstaltung wird im Museum für Russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold, Georgstraße 24, ausgerichtet.
Wer sind die Darsteller und was ist das Thema des Abends?
Die erfahrenen Schauspieler Maria und Peter Warkentin nehmen das Publikum mit auf eine Reise durch mehr als zwei Jahrhunderte russlanddeutscher Geschichte. Themenschwerpunkte sind Sprache, Erinnerung, Migration und Heimat.
Ist der Eintritt für den Theaterabend kostenpflichtig?
Nein, der Eintritt für diesen besonderen Theaterabend, der vom Kulturreferat für Russlanddeutsche angeboten wird, ist frei.
Gibt es besondere Gäste bei der Veranstaltung?
Ja, der Abend erhält eine besondere Bedeutung durch den gleichzeitigen Besuch einer Delegation von Wolgadeutschen aus Argentinien.

