
Häufiger Beratungsbedarf bei Säuglingen und Kleinkindern: Von außen ist es ihnen nicht anzusehen, aber einige heimische Gartenpflanzen, wie zum Beispiel die Eibe oder der Kirschlorbeer, sind giftig. Foto: AOK/colourbox/hfr
Versteckte Gefahr im Grünen: Viele beliebte Zierpflanzen sind giftig – Giftnotruf Bonn verzeichnet über 5.800 Beratungen
Kreis Lippe/Bielefeld. Viele Gärten bergen versteckte Gefahren: Zahlreiche beliebte Zierpflanzen sind giftig und können besonders für Kinder sowie Haustiere lebensbedrohlich sein. Der Giftnotruf Bonn zählte im vergangenen Jahr über 5.800 Beratungen zu Pflanzenvergiftungen.
„Wer jetzt im Garten werkelt oder Kinder dort spielen lässt, sollte sich des Gefahrenpotenzials bewusst sein“, warnt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner.
Gefahr im Grünen:
Eibe und andere Giftpflanzen Die Eibe ist ein häufiges Beispiel für eine hochgiftige Heckenpflanze. Fast alle Teile, besonders Kerne und Nadeln, enthalten das toxische Alkaloid Taxin. Neben der Eibe zählen Eisenhut, Engelstrompete, Herbstzeitlose, Blauregen, Oleander, Thuja und Tollkirsche zu den gefährlichsten Giftpflanzen in Gärten. Informieren Sie sich vor dem Kauf neuer Pflanzen im Fachhandel.
Prävention und Notfallhilfe
Matthias Wehmhöner rät: „Überlegen Sie vor der Bepflanzung, wer den Garten nutzen wird.“ Sind Kinder oder Haustiere im Haushalt, sollten giftige Pflanzen vermieden oder unzugänglich gemacht werden.
Im Vergiftungsfall ist Ruhe bewahren essenziell: Pflanzenteile aus dem Mund entfernen, Wasser trinken (nicht mehr als 2-3 Gläser), Pflanzenteile zur Bestimmung aufheben und kein Erbrechen auslösen. Kontaktieren Sie umgehend die Informationszentrale gegen Vergiftungen in Bonn unter Tel.: 0228-19240rund um die Uhr, kostenfrei). Bei lebensbedrohlichen Symptomen sofort den Notruf 112 wählen.
Petra Förster vom Giftnotruf Bonn betont, dass die meisten Beratungen im Jahr 2024 Säuglinge und Kleinkinder (über 3.400 Fälle) betrafen, oft zur Eibe und zum Kirschlorbeer. Sie versichert: „Meist ist die Aufnahme kleiner Mengen unkritisch, doch im Zweifelsfall sollten Eltern immer anrufen.“
Weitere Informationen: www.gizbonn.de

