32 lippische Feuerwehrkräfte üben die patientengerechte Unfallrettung

13. Juli 2026 | Überregionales

32 Feuerwehrleute aus Augustdorf posieren vor ihrem Löschfahrzeug und einem auf die Seite gelegten Auto

Gemeinsame Sonderausbildung:

Kürzlich haben sich 32 Einsatzkräfte aus allen 16 lippischen Kommunen im Feuerwehrausbildungszentrum in Lemgo zu einem eintägigen Sonderausbildungsseminar getroffen. Im Fokus stand die praxisnahe Fortbildung zur „Patientengerechten Unfallrettung“, um die Grundlagen der technischen Hilfeleistung bei schweren Verkehrsunfällen mit Personenkraftwagen aufzufrischen.

Organisation und Partner

Organisiert und durchgeführt wurde die Großausbildung in enger Kooperation zwischen dem Bevölkerungsschutz des Kreises Lippe und dem Lippischen Feuerwehrverband. Als Ausbildungspartner konnte die renommierte Spezialfirma Weber Rescue gewonnen werden.

Theorie und Praxis des Trainings

Drei Dozenten des Herstellers von Rettungsgeräten schulten die jeweils zwei Teilnehmenden pro Kommune sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Im Zentrum des Trainings standen die taktischen Standard-Einsatz-Regeln sowie das präzise Schaffen von Erst-, Versorgungs- und Befreiungsöffnungen an verunfallten Fahrzeugen.

Realitätsnahe Übungsszenarien

„Für die realitätsnahen Übungsszenarien wurden drei Schrottfahrzeuge in verschiedenen, anspruchsvollen Lagen präpariert: Ein PKW in normaler Standposition, ein Fahrzeug in Seitenlage sowie ein PKW in Dachlage. Mit hydraulischen Schneid- und Spreizgeräten erarbeiteten sich die Einsatzkräfte systematisch Zugänge zu den fiktiven Patienten“, erklärt Falco Schneider, Teamleiter Feuerschutz beim Kreis Lippe.

Unterstützt wurde die Veranstaltung zudem durch die Freiwillige Feuerwehr Augustdorf, die mit zwei Einsatzkräften und einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) vor Ort war, um den reibungslosen Ablauf und die Logistik der Ausbildung abzusichern.

Ergebnis und Ausblick

Am Ende des schweißtreibenden Ausbildungstages blickten die Organisatoren in erschöpfte, aber rundum zufriedene Gesichter. Durch das Absolvieren der anspruchsvollen Stationen verfügt der Kreis Lippe nun über 32 Multiplikatoren, die das aufgefrischte Wissen in ihre jeweiligen Heimatfeuerwehren weitertragen, um die Sicherheit auf lippischen Straßen im Ernstfall weiter zu erhöhen.

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