40. Hilfstransport für die Ukraine erfolgreich gestartet

19. Apr. 2026 | Überregionales

40. Hilfstransport – Transport mit mehr als 15 Tonnen Spendenmaterialien wird in Kostopil erwartet. Fotos: Privat

Zwischen Stolz, Dank und anhaltender Verpflichtung

Ein bedeutender Meilenstein – und zugleich ein Anlass, der nachdenklich stimmt: Der 40. Hilfstransport der UKRAINEHILFE Lippe und Bielefeld ist erfolgreich auf den Weg gebracht worden. Was einerseits als stolzes Jubiläum gewürdigt werden kann, steht andererseits im Schatten eines weiterhin andauernden Krieges, der nun seit vier Jahren unermessliches Leid über die Menschen in der Ukraine bringt. Tägliche Bomben- und Drohnenangriffe zerstören Infrastruktur, bedrohen Leben und prägen einen Alltag, der von Angst und Unsicherheit bestimmt ist.

Gerade vor diesem Hintergrund setzt die Initiative mit ihrem unermüdlichen Engagement ein kraftvolles Zeichen der Solidarität. Mit großer Anteilnahme und beeindruckender ehrenamtlicher Einsatzbereitschaft bringen die Helferinnen und Helfer ihre Verbundenheit mit den Menschen in den betroffenen Regionen zum Ausdruck.

Umfangreiche Lieferung erreicht die Ukraine

Der aktuelle Transport steht exemplarisch für diese Unterstützung: Ein vollständig beladener Lkw mit einem Ladungsgewicht von 15,2 Tonnen ist auf dem Weg in die Ukraine. Geladen wurden unter anderem medizinische Hilfsmittel, Gehhilfen und Rollstühle, dringend benötigte Medikamente, Verbandsmaterialien sowie Pflegemittel. Darüber hinaus umfasst die Lieferung gut erhaltene Kleidung – insbesondere für Kinder –, Lebensmittel, Spielzeug, Werkzeuge sowie mehr als 300 Feuerlöscher, Rettungswesten, Geschirr und Möbel und einen Anhänger.

Ein breites Netzwerk der Hilfsbereitschaft

Diese beeindruckende Menge an Hilfsgütern ist das Ergebnis einer großen Welle der Hilfsbereitschaft: Zahlreiche Privatspenderinnen und -spender sowie Unternehmen aus der Region Ostwestfalen-Lippe haben dazu beigetragen. Besonders erwähnenswert ist dabei die regelmäßige Unterstützung der Firma PVM für zahlreiche Rollatoren und Rollstühle, aber auch die Firma Niestrath für die Feuerlöscher und Firma GIB-Pharma für 5 Paletten Salben und Medikamente. Ohne dieses breite Netzwerk wäre ein Transport in dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.

Passend zu dem denkwürdigen Jubiläum waren zudem die ukrainischen Partner Sergej Dworsky und seine Frau Mariya aus Kiew angereist, um persönlich den Dank und die große Anerkennung der ukrainischen Freunde für die anhaltende Hilfe und Unterstützung auszusprechen.

Die Organisatoren der UKRAINEHILFE, Dr. Martin Betge und Gerhard Schemmel, geben diesen Dank daher auch an die vielen engagierten Ehrenamtlichen weiter, die mit ihrem Einsatz bereits den dritten Transport in diesem Jahr realisiert haben. Ihr Engagement ist ein tragender Pfeiler der kontinuierlichen Hilfe.

Ankunft und Verteilung in Kostopil

Am Zielort in der ukrainischen Kreisstadt Kostopil wird die Lieferung bereits sehnsüchtig erwartet. Dort übernimmt Nataliya Didenko gemeinsam mit ihrem Team der Organisation „Hands of Hope and Care“ die Verteilung der Hilfsgüter. Durch eine sorgfältige Dokumentation stellt das Team sicher, dass jede einzelne Spende transparent und zielgerichtet bei den Menschen ankommt, die sie am dringendsten benötigen.

„Die Lage der Bevölkerung ist weiterhin bedrückend und ein Ende leider überhaupt nicht absehbar“, betonen die Koordinatoren der Ukrainehilfe. „Die Zahl der auf Hilfe angewiesenen Menschen nimmt rapide zu. Deshalb wollen wir auch weiterhin dazu beitragen, die Not zu lindern und den Alltag zumindest ein Stück weit zu normalisieren.“

Appell zur weiteren Unterstützung

Neben dem großen Dank für die bisherige Unterstützung richtet sich daher auch ein erneuter Appell an die Öffentlichkeit: Die Hilfe wird weiterhin dringend benötigt – sowohl in Form von Geld- als auch von Sachspenden.

Denn jede Unterstützung zählt. Mit jedem Paket, jeder Spende und jeder helfenden Hand wird ein starkes Zeichen gesetzt: Wir lassen die Menschen in der Ukraine nicht allein!

Kontakt für Rückfragen und Spendenkoordination: Dr. Martin Betge, Tel.: 0176-20523220 und Gerhard Schemmel, Tel.: 0171-5325393

40. Hilfstransport – An Bord sind unter anderem zahlreiche Rollatoren und Rollstühle, Feuerlöscher sowie Salben und Medikamente.
An Bord sind unter anderem zahlreiche Rollatoren und Rollstühle, Feuerlöscher sowie Salben und Medikamente.
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