Erfolgreiche Spendenaktion ermöglicht die Rückführung nach Lippe

18. Mai 2026 | Leopoldshöhe

Drei lächelnde ältere Männer stehen am Straßenrand vor einer Lärmschutzwand mit Verkehr und Bäumen im Hintergrund

Die „Siegessäule“ wird bald versetzt

Leopoldshöhe (kd). „Es gibt eine erfreuliche Nachricht: Wir haben das Geld zusammen, um den historischen Grenzstein versetzen zu können“, sagte Gerhard Schemmel von der Bürgerstiftung Leopoldshöhe. „Ein großartiges Ergebnis innerhalb kürzester Zeit.“ Dies sei den zahlreichen Spendern zu verdanken.

Auch Manfred Burkamp, der sich jahrelang für den markanten Stein eingesetzt hatte, fiel ein sprichwörtlicher Stein vom Herzen. „Ich bin froh und dankbar, dass es so schnell geklappt hat. Nun bin ich guten Mutes, dass der die Arbeiten auch relativ zügig vonstatten gehen.“

Hintergrund der Grenzstein-Versetzung

Der 250 Jahre alte, denkmalgeschützte Stein wurde 2017 wegen des Ausbaus der Bundesstraße 66 versetzt. Seitdem steht das bedeutende Denkmal eingezwängt zwischen einer Schallschutzwand und dem Zaun einer Trinkwassergewinnungsanlage und ist für die Öffentlichkeit kaum sichtbar. Wie berichtet hatte die Obere Denkmalschutzbehörde vor kurzem eingewilligt, den Stein von Bielefelder Gebiet wieder auf lippischen Boden zu platzieren. Die relativ hohen Kosten von 10.000,00 € erklären sich aus der Bedingung, dass ein zertifizierter Steinmetzbetrieb beauftragt wird.

Erfolgreiche Spendenaktion

Um die Finanzierung sicherzustellen, hatte die Bürgerstiftung ihre Unterstützung zugesagt und um Spenden gebeten. Dass die Summe so schnell zusammenkam, wertete Schemmel als ein deutliches Zeichen von Seiten der Leopoldshöher Bevölkerung. „Die große Unterstützung zeigt, deutlich, dass dieses Projekt von weiten Teilen der Bevölkerung getragen wird und vielen Menschen die lokale Geschichte am Herzen liegt“, sagte er. Bis zur Sommerpause könnte die Umsetzung erfolgen.

Beträge zwischen 20,00 € und erheblich mehr seien überwiesen worden. Eine besonders hohe Einzelspende kam von Hans-Jürgen Laufer. „Ich wohne in Asemissen und fühle mich insofern auch persönlich betroffen“, erklärte er. „Es handelt sich ja nicht um eine gewöhnliche Grenzmarkierung. Vielmehr ist es ein Denkmal, ein Kulturgut und insofern etwas Werthaltiges“, betonte er. „Nach dieser langen Vorgeschichte sollte man den Stein in ‚Siegessäule‘ umbenennen.“

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