
Ein eigenwilliger Kopf der deutschen Filmszene: Timo Jacobs überzeugt mit Originalität und Tiefgang. (Foto: highgloss.de) (Foto: highgloss.de)
(pst). Es ist keine leichte Kost: Mit seinem neuen Film „Tod meiner Jugend“ (Kinostart 28.5.2026), zeigt Timo Jacobs eine andere Seite seines künstlerischen Schaffens. Der Independent-Filmemacher und Schauspieler, sonst eher bekannt für schräge, lakonische Stoffe, erzählt diesmal die wahre Geschichte eines Mannes, der als Kind Missbrauch und Gewalt erlebt hat. Der Streifen basiert auf dem autobiografischen Roman von Kai Peter und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet.
Jacobs spielt die Hauptrolle selbst und nähert sich dem schweren Thema ohne Pathos, aber berührend und mit roher Direktheit.
Integration eines Traumas
„Ein Trauma kann man wahrscheinlich nie vollständig auflösen“, sagte der 52-Jährige im Gespräch mit n-tv.de, „aber man kann lernen, es zu integrieren und damit zu leben.“ Zur Vorbereitung hat er „viel über solche Fälle gelesen und Gespräche geführt“, wie er der „B.Z.“ erzählte.
Jacobs und Berlin: Ein eigenwilliger Kopf
Der gebürtige Itzehoer lebt seit Jahren in Berlin und gilt als eigenwilliger Kopf der deutschen Filmszene. Über die Hauptstadt sagte er in dem Gespräch: „Berlin hat Eloquenz, Elan, Drive (…) es wird nicht satt, es bleibt im Umbruch.“ Ein Satz, der auch zu ihm selbst passt. Denn Jacobs scheint einer zu sein, der nicht stehen bleibt, weder künstlerisch noch persönlich.

