Bielefeld setzt auf Ressourcenschonung
Angesichts anhaltender Hitze und knapper Ressourcen geht die Stadt Bielefeld neue Wege: Das für die Sicherung von Veranstaltungen genutzte Wasser aus Indutainern wird künftig nicht mehr abgeleitet, sondern zur Bewässerung städtischer Grünflächen eingesetzt. Diese pragmatische Lösung startete erfolgreich bei der Veranstaltung „Stadt sucht Bauer“ am vergangenen Samstag, dem 27.6.2026.
Die rund 1.000 Liter fassenden Indutainer dienen eigentlich als mobile Sicherheitssperren. Nun erfüllen sie einen wichtigen Zusatznutzen, besonders da die Wasserampel der Stadtwerke auf Gelb steht.
Nachhaltigkeit im Fokus
„Wir müssen besonders verantwortungsvoll mit Wasser umgehen und gleichzeitig die Sicherheit bei Veranstaltungen gewährleisten. Deshalb nutzen wir das Indutainer-Wasser nach Veranstaltungsende für die Bewässerung“, erklärt Umwelt- und Verkehrsdezernent Martin Adamski. Das Wasser wird direkt für anliegende Grünanlagen wie Pflanzkübel, das Rundbeet vor der Commerzbank und die Grünfläche am Niederwall auf dem Jahnplatz verwendet.
Gerade innerstädtische Grünflächen leiden stark unter den Folgen des Klimawandels und den entstehenden Wärmeinseln. Die Pflege durch den städtischen Umweltbetrieb (UWB) wird in Hitzeperioden zur immer größeren Herausforderung. Solche kreativen Lösungen zur Ressourcennutzung sind daher unerlässlich.
Die positiven Erfahrungen werden fortgesetzt: Bereits für die Veranstaltung „Kulturkessel“ am Sonntag, dem 5.7.2026, sind elf Indutainer auf dem Rathausvorplatz geplant. Der UWB wird das Wasser anschließend gezielt auf städtischen Grünflächen verteilen.

