Düsseldorf. Die SPD-Landtagsfraktion hat in der vergangenen Plenarsitzung einen Antrag zur Entwicklung unserer Stadtzentren eingebracht. Unter dem Titel „Unsere Mitte neu denken – Innenstädte zu lebendigen, sicheren und familienfreundlichen Orten machen“ soll der Funktionswandel der Innenstadt-Zentren unterstützt werden.
Forderung nach Handlungsbedarf
„Die Weiterentwicklung unserer Stadtzentren ist eine große Aufgabe, auch bei uns in Lippe. Ob in Lemgo oder Lage: Das Land ist an dieser Stelle gefordert und muss endlich handeln, damit unsere Innenstädte lebendige, sichere und familienfreundliche Orte bleiben können“, erklärte der SPD-Landtagsabgeordnete Alexander Baer aus Lemgo.
„Eine wichtige Voraussetzung ist, dass die Städte endlich mehr Möglichkeiten vom Land bekommen“, ergänzte die Lagenser Landtagsabgeordnete Ellen Stock. Für sie ist klar: „Veränderte Konsumgewohnheiten, wirtschaftliche Umbrüche und demografische Verschiebungen stellen unsere Ortskerne vor neue Realitäten. Doch statt in Nostalgie zu verharren, müssen wir den Wandel als Chance begreifen und den Kommunen die Werkzeuge an die Hand geben, um ihn aktiv zu gestalten.“
Konkrete Maßnahmen und Fördermodelle
Dabei sei vor allem eine kommunenfreundliche Anpassung der Landesförderprogramme notwendig, mehr Beratung für unsere Städte und Gemeinden sowie eine verbesserte Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure vor Ort.
„Es geht nicht nur um kurzfristige Mieteinnahmen oder direkte Wirtschaftlichkeit. Der wahre Wert liegt in vermiedenem Leerstand, stabilisierten Quartieren und einer höheren Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger. Diese kommunale Rendite muss in der Förderpolitik endlich anerkannt werden“, betonte Stock, die den Antrag auch in ihrer Rede dem Plenum vorstellte.
Innenstadtentwicklung im Zeichen des Klimawandels
Ihr Kollege Alexander Baer fügte hinzu: „Angesichts des Klimawandels brauchen wir auch eine stärkere Verknüpfung von Innenstadtentwicklung und Klimaschutz. Innenstädte und Ortszentren müssen als oft besonders belastete Hitzeinseln mit einer besonderen Städtebauförderung durch das Land versehen werden, die die Entsiegelung, die Pflanzung klimaresilienter Stadtbäume, die Schaffung von Schattenbereichen sowie die Begrünung von Fassaden und Dächern in den Blick nimmt.“
Innenstädte als Herzstück der Kommunen
Aus Sicht der beiden Abgeordneten sind Innenstädte das Herzstück unserer Kommunen und kein reines Immobilienportfolio: „Die Innenstadt ist ein Stück Heimat, das eine Kommune gemeinsam mit den Menschen vor Ort gestaltet.“
Der Antrag fordert deshalb umfangreiche Unterstützung bei einem Bedeutungswandel weg vom reinen Einkaufszentrum hin zu einem Ort der Begegnung, der Sicherheit und des gemeinsamen Lebens.
Häufig gestellte Fragen
Was fordert die SPD-Landtagsfraktion für die Innenstädte?
Die SPD-Landtagsfraktion fordert, die Innenstädte zu lebendigen, sicheren und familienfreundlichen Orten zu machen und den Funktionswandel der Stadtzentren zu unterstützen. Insbesondere sollen die Kommunen mehr Unterstützung und Möglichkeiten vom Land erhalten.
Welche Abgeordneten setzen sich für dieses Anliegen ein?
Die SPD-Landtagsabgeordneten Alexander Baer aus Lemgo und Ellen Stock aus Lage setzen sich für die Weiterentwicklung der Stadtzentren ein.
Welche konkreten Maßnahmen schlägt die SPD vor?
Die SPD schlägt eine kommunenfreundliche Anpassung der Landesförderprogramme, mehr Beratung für Städte und Gemeinden, verbesserte Zusammenarbeit der Akteure sowie eine stärkere Verknüpfung von Innenstadtentwicklung und Klimaschutz vor.
Wie soll der Klimawandel bei der Innenstadtentwicklung berücksichtigt werden?
Laut Alexander Baer sollen Innenstädte und Ortszentren als Hitzeinseln mit einer besonderen Städtebauförderung durch das Land versehen werden, um Entsiegelung, Pflanzung klimaresilienter Bäume, Schaffung von Schattenbereichen sowie Begrünung von Fassaden und Dächern zu fördern.
